J.C.C. Bruns steigt bei com.on ein

Sven Thomas (l.) und Lutz Carta freien sich auf die noch engere Zusammenarbeit von J.C.C. Bruns und com.on. Foto: com.on

Sven Thomas (l.) und Lutz Carta freien sich auf die noch engere Zusammenarbeit von J.C.C. Bruns und com.on. Foto: com.on

Bewegung auf dem heimischen Agenturmarkt: Das Verlagshaus J.C.C. Bruns (Mindener Tageblatt, Weserspucker, News, Bruns Druckwelt, Bruns Medien-Service) wird zum Jahresbeginn 2017 neuer Gesellschafter bei der Mindener Werbeagentur com.on. Dort scheidet die bisherige Mit-Gesellschafterin Antje Anderson aus, J.C.C. Bruns übernimmt deren Anteile. Das gaben die Unternehmen jetzt bekannt.

Die Fullservice-Agentur com.on wurde vor 16 Jahren gegründet und hat ihren Sitz an der Königstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stammhaus der Bruns-Gruppe. In ihrem Kunden-Portfolio befinden sich sowohl Weltkonzerne als auch heimische Traditionsunternehmen, für die eine breite Palette von klassischen und digitalen Agenturdienstleistungen erbracht wird. Geschäftsführer ist und bleibt Lutz Carta, der als Mitbegründer auch die übrigen Gesellschaftsanteile hält. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 20 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 1,6 Millionen Euro.

Mit dem Verlagshaus Bruns gibt es seit langem eine intensive Zusammenarbeit, die in jüngerer Zeit auch in gemeinsamen innovativen Crossmedia-Projekten wie dem Ausbildungsportal „Azubify.de“ vertieft wurde. Dieses wurde nicht nur vom Weltverband der Zeitungen ausgezeichnet, sondern wird gerade in Kooperation mit der Hannoveraner Madsack-Gruppe auch bundesweit ausgerollt.

Die Kerngruppe der J.C.C. Bruns zugerechneten Unternehmen (zu denen neben diversen Medien und Medienbeteiligungen auch ein Druckhaus, verschiedene Logistik-Dienstleister, ein Bürocentrum und ein auch als Veranstalter tätiges Reiseunternehmen gehören) beschäftigte im Jahr 2015 etwa 320 Mitarbeiter (ohne Zeitungszusteller) und erzielte einen Umsatz von rund 46 Millionen Euro .

Von der neuen Partnerschaft erhoffen sich beide Gesellschafter umfangreiche Synergie-Effekte und eine beidseits gestärkte Kompetenz, auch um in Zukunft bei neuen Technologien weiter voranschreiten zu können . Am Charakter der Agentur soll sich dabei nichts ändern: „com.on“ bleibt „com.on“ betont Lutz Carta. Und Sven Thomas, geschäftsführender Gesellschafter von J.C.C. Bruns ist überzeugt: „Die Partnerschaft wird allen künftig gemeinsamen Kunden Nutzen bringen“.

Bundespräsident Gauck: Auch Medien machen Fehler, Kritik ist erwünscht

Bundespräsident Joachim Gauck hält die Festrede beim Jubiläum des Deutschen Presserats, dem Selbstkontrollorgan für die gedruckten Medien in Deutschland Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Bundespräsident Joachim Gauck hält die Festrede beim Jubiläum des Deutschen Presserats, dem Selbstkontrollorgan für die gedruckten Medien in Deutschland Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Bundespräsident Joachim Gauck hat populistische Kritik an den Medien in Deutschland zurückgewiesen. „Wer die Medien heute und hierzulande zur ‚Lügenpresse‘ umdeutet, dem geht es nicht um Diskussion, sondern um Denunziation“, sagte Gauck bei einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Deutschen Presserats am Donnerstag in Berlin.

Natürlich machten auch Medien Fehler, und Kritik sei erwünscht, sagte Gauck. Doch wer behaupte, fehlerhafte Berichterstattung sei nicht die Ausnahme, sondern die Regel, dem gehe es um die Bestätigung seiner Überzeugung, dass überall nur gelogen und betrogen werde. „Und die maßlose Wut, ja der Hass auf die Medien, sie erschrecken uns.“

Umso wichtiger ist es nach Ansicht des Bundespräsidenten, dass Journalisten sich ernstzunehmender Kritik stellen. „Mir scheint, auch in Deutschland waren und sind Journalisten nicht immer davor gefeit, nur in eine Richtung zu schauen statt in alle möglichen“, sagte er. Nur mit Verstand und Scharfsinn, Offenheit und Vorurteilslosigkeit könnten sich die seriösen Medien ein Überleben gegen die Konkurrenz „digitaler Stammtische“ sichern.

Gauck hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Deutschen Presserats hervor, auch wenn es gelegentlich Kritik an einer gewissen Zahnlosigkeit seines Wirkens gebe. „Dieser Kritik muss sich nicht allein der Presserat selbst stellen, sondern ebenso jene, die seine Ermahnungen nicht ernst genug nehmen und ihm so durch Geringschätzung schaden“, so Gauck.

Das Gremium war am 20. November 1956 in Bonn als Institution der journalistischen Selbstkontrolle gegründet worden. Es wacht darüber, dass Zeitungen und Zeitschriften publizistische Regeln wie Fairness und Sorgfalt einhalten.

Die Zahl der Beschwerden sei über die Jahre ständig gewachsen, sagte Presserats-Sprecher Manfred Protze bei der Veranstaltung. „Mehrere hundert vom Presserat in einem Jahr festgestellte Verstöße gegen den Pressekodex sind zweifellos mehrere hundert zu viel.“

Den Anstoß zur Gründung des Gremiums hatten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und Deutsche Journalisten-Verband (DJV) gegeben. Weitere Mitglieder sind der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di.

Quelle: DPA

„Mehr MT“, Motiv Nummer 69: Verlagsreferentin Janina Auer

Motiv Nr. 69: Verlagsreferentin Janina Auer. Foto: Alexander Lehn

Verstärkung für die Sportredaktion gesucht

Die deutschen Zeitungen in Zahlen, Daten, Fakten

Zahlen, Daten, Fakten zur Zeitungslandschaft in Deutschland: die neue Informationsbroschüre des BDZV. Repro: MT

Zahlen, Daten, Fakten zur Zeitungslandschaft in Deutschland: die neue Informationsbroschüre des BDZV. Repro: MT

Acht von zehn Deutschen über 14 Jahren schauen regelmäßig in eine Tageszeitung, gedruckt und am Display. Dabei können sie auswählen zwischen 333 verschiedenen Titeln mit einer verkauften Auflage von gut 15 Millionen Exemplaren, mehr als 690 Zeitungswebsites und gut 600 Zeitungs-Apps. Deutschland ist der größte Zeitungsmarkt Europas und der fünftgrößte der Welt. Das sind nur einige der aktuellen Daten, die der BDZV in seiner soeben erschienenen Broschüre „Die deutschen Zeitungen in Zahlen und Daten 2017“ veröffentlicht hat.

Neben Angaben zur Entwicklung der Auflagen und Reichweiten gedruckt, online und mobil versammelt das 40 Seiten starke Heft im Westentaschenformat auch Informationen zur Werbeentwicklung, zur Lesedauer sowie zur Glaubwürdigkeit von Nachrichten in verschiedenen Medien. Die Informationen sind bewusst knapp gehalten. Wer mehr wissen möchte, kann zum Beispiel über einen QR-Code ausführlichere Informationen zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen auf der Website des BDZV aufrufen.

Die Broschüre „Die deutschen Zeitungen in Zahlen und Daten 2017“ ist als PDF zum Herunterladen hier hinterlegt.

 

Quelle: BDZV