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MT clever kommt in die Grundschulen

15 Experten und Expertinnen begutachten das neue MT clever-Projekt. MT-Foto: Alex Lehn

Über 850 Kinder in mehr als 50 Kitas in der Region haben in diesem Kindergartenjahr mitgemacht: Mit MT clever haben sie die Zeitung entdeckt, sich die Druckerei angeschaut, sich vom Maskottchen Toni erklären lassen, wie die Nachrichten zu den Lesern kommen. Jetzt soll das Projekt weiter wachsen, denn nie war Medien- und Lesekompetenz so wichtig wie in diesen Zeiten.

Ein eigenes Grundschulprojekt soll die begonnene Arbeit fortführen.

Mit diesem Arbeitsauftrag befasst sich eine verlagsinterne Projektgruppe schon länger. Die ersten Entwürfe liegen nun vor. Und um dabei die Bedürfnisse und Gegebenheiten der örtlichen Grundschulen möglichst gut zu berücksichtigen, hat man die gefragt, die es wissen müssen: 15 Lehrer und Lehrerinnen, darunter viele Schulleitungen, aber auch Deutschlehrer und Medienbeauftragte sind der Einladung des Mindener Tageblatts gefolgt und haben sich das Konzept vorstellen lassen.

Dabei soll einiges aus dem erfolgreichen Kita-Projekt beibehalten werden: Das Baustein-Prinzip zum Beispiel, mit Materialien, die flexibel genug sind, so dass sich jeder Lehrer, die Aufgaben herauspicken kann, die am besten passen. Gleichzeitig wird es für die Schüler auch Materialien geben, an denen sie selbstständig arbeiten können.

In der konstruktiven Runde mit den Schulexpertinnen ging es vor allem um praktische Details: Welche Rolle soll das digitale Angebot spielen? Kann es in den Schulen überhaupt genutzt werden? Welche Projektzeiträume wären für die Schulen sinnvoll?

Die sachdienlichen Hinweise der Pädagogen werden nun ausgewertet und beim „Fein-Tuning“ der Materialien und Projektbedingungen berücksichtigt. Schon zum kommenden Schuljahr soll es soweit sein. Dann hält der Mops Toni auch in die Grundschulen der Region Einzug.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es bei Nicola Waltemathe unter mt-clever@MT.de oder (0571) 882 129.

Von Nadine Conti

Betr. MT: „Standpunkt“ Multihalle, MT vom 2./3. Februar

Foto: MT-Archiv

Nur „Dagegen“ ist zu wenig
Standpunkte dürfen polarisieren, journalistisch gerne sachlich differenzieren. Nur das Beleuchten des Widers mit überzogener Metapher ist zu wenig. Lesenswert kommentierte Ihr Kollege vor einigen Monaten, dass die sich stellende Frage nur sei, ob Minden es sich leisten könne, die Halle nicht zu bauen. Leider beschäftigt sich auch Ihr heutiger Kommentar nicht ansatzweise mit möglichen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Synergien für Kreis, Stadt und rechtes Weserufer.

Mit allem Respekt liegt die Zukunft der hier lebenden Menschen nicht im Stadtarchiv.

Lesername

Antwort der Redaktion
Widerspruch erwünscht Kommentare sollen Gespräche anregen

Guten Tag Herr Lesername,

Danke für Ihren Widerspruch. Dieser Satz liest sich vielleicht merkwürdig, denn wer bedankt sich schon für Gegenwind. Doch worum geht es bei einem Kommentar: dass der Autor Recht haben will? Nein. Widerspruch ist notwendig, wenn der Lesende die Dinge ganz anders sieht. Ein Kommentar ist die Meinung des Autors. Es steht jedem frei, dieser Argumentation ganz, etwas oder überhaupt nicht zuzustimmen. In allen drei Fällen hat der Kommentar sein Ziel erreicht: Er soll Meinung bilden – und das tut er auch, wenn er Ablehnung hervorruft.

Wir möchten mit dem MT Diskurse anstoßen und am Laufen halten. Ein anhaltender Austausch über das Thema Multihalle ist wichtig. Es ist eines der Mindener Zukunftsthemen – und zwar unabhängig davon, ob man für oder gegen den Bau ist. Wird die Halle gebaut, könnte sie eine bessere Zukunft bedeuten, weil Minden einen Ort für Veranstaltungen bekommt, die heute gar nicht vorstellbar sind. Oder der Multihallen-Bau ist ein großes Risiko, das die Stadt finanziell auf Jahre belasten, aber nicht weiterbringen wird.

Darüber ist ausführlich, kontrovers und über einen längeren Zeitraum zu reden. Damit am Ende niemand sagen kann: „Oha, hätten wir uns über dieses Thema mal lieber intensiver gestritten.“ Dazu wollen wir als Journalisten beitragen. Es ist nicht unser Job, den Bau der Multihalle zu verhindern oder zu ermöglichen. Aber es ist Teil unserer Aufgabe, die Öffentlichkeit mit dem Thema in Kontakt zu bringen und zu einem kontroversen, aber niveauvollen und diffamierungsfreien Diskurs anzuregen. Damit es letztlich zu einer Entscheidung kommt, der die Abwägung von Für und Wider in einer dem Thema angemessenen Weise und Tiefe vorausgegangen ist.

Es stimmt, dass ein Archiv den meisten Menschen keine persönlichen Vorteile bringt. Aber das ändert nichts daran, dass es Pflichtaufgabe einer Kommune ist, ein funktionierendes Archiv zu haben. Es geht auch gar nicht darum, Archiv und Halle gegeneinander auszuspielen. Doch die finanzielle Situation Mindens hat sich innerhalb der zurückliegenden Wochen zugespitzt. Eine neue Ausgangssituation.

Herr Horstmann, danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, zu widersprechen. Lassen sie uns weiter ringen – um dieses und um noch viele andere Themen! Im freundlichen und zugewandten, wenngleich kontroversen Dialog liegt die Kraft, gesellschaftliche Spaltungen zu heilen – oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

Viele Grüße, Benjamin Piel

 

Betr. MT: Wieso steht Deutschland nur auf Platz 15 der Weltrangliste der Pressefreiheit? Und wer steht davor?

Unter anderem mit dieser Doppelseite wies das MT am Welttag der Pressefreiheit auf die Rangliste der Organisation “Reporter ohne Grenzen” hin. Repro: MT

Von: Lesername, Mailadresse

Gesendet: Freitag, 11. Mai 2018 12:27

An: Redaktion Lokales

Betreff: Auskunftsersuchen vom 3. Mai

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 3. Mai erschien in Ihrer Zeitung eine Doppelseite zum Thema Pressefreiheit. Was ich mir dabei nicht erklären konnte, war die Tatsache, dass Deutschland bei der Bewertung zur Pressefreiheit lediglich den 15. Rang einnahm.Wer den 6. bis 14. Rang einnahm, ging aus der Rangliste ebenfalls nicht hervor.

Da mich diese schlechte Bewertung sehr interessierte ,rief ich bei Ihnen an.  Die Dame, die meinen Anruf entgegennahm, konnte mir keine Erklärung liefern, versprach aber die Anfrage an einen Redaktör weiterzuempfehlen leiten. Seit dem 3. Mai bis heute habe ich keine Antwort bekommen.

Frage:  Ist das Thema zu schwer oder kann ich noch mit einer zufriedenstellenden Antwort rechnen?

Für einen kurzfristigen Zwischenbericht wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß,

Lesername

Antwort der Chefredaktion

Von: christoph.pepper@mt.de

Gesendet: Freitag, 11 Mai 2018 15:28

An: Lesername, Mailadresse

Re: Auskunftsersuchen vom 3. Mai

 

Sehr geehrter Herr Lesername,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Es tut mir leid, dass sie offensichtlich ein bisschen “unter die Räder” gekommen ist. Jedenfalls ist die Anfrage leider bisher nicht bis zu mir vorgedrungen. Tatsächlich lag sie noch in der Lokalredaktion zur Weiterleitung. Ich bitte um Nachsicht.

Gern beantworte ich Ihre Fragen. Die “Rangliste der Pressefreiheit” ist eine Bewertung, die jährlich durch die Nichtregierungsorganisation “Reporter ohne Grenzen” vorgenommen wird, die dazu zahlreiche Kriterien auswertet. Wenn Sie einen Internetzugang haben, finden Sie nähere Hinweise unter dem auch auf der Doppelseite genannten Link:

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2018/

Zunächst einmal Ihre Frage nach den Plätzen sechs bis 14:

 

Welche Gründe die Einstufung Deutschlands im Einzelnen bestimmt haben, ergibt sich aus der ausführlichen „Nahaufnahme Deutschland 2018“, die ROG ebenfalls auf seiner Website anbietet. Ich füge Ihnen das entsprechende PDF-Dokument der Einfachheit halber ebenso bei wie die vollständige Rangliste.

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

MINDENER TAGEBLATT / MT.de

Christoph Pepper, Chefredakteur