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In Bewegung bleiben und Haltung zeigen

Nach zweijähriger Pause ist der Bruns Gesundheitstag zurück.

Wer Interesse hatte, konnte beim Bruns Gesundheitstag im Ideenreich Körperfettanteil und BMI ermitteln lassen. Fotos: Michaela Meier

Sitzen ist das neue Rauchen, so sagt man. Genau genommen sagte der Wissenschaftler James Levine das als Erster, als er im Rahmen seiner Forschung herausfand, dass bis zu 33 Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes, aber auch Krebs einen Zusammenhang mit Bewegungsmangel haben können. Auch Tobias Lange und Markus Wulfern stimmen dem Ausspruch zu, denn orthopädische Probleme können ebenfalls durch zu langes und vor allem falsches Sitzen entstehen. Die beiden gehören zur „BKK melitta hmr“ und haben durch den Bruns Gesundheitstag geführt.

Beweglich bleiben

Der stand ganz im Zeichen des Themas „Beweglichkeit“. Mithilfe des Mobee-Beweglichkeitsscreenings konnten die Mitarbeitenden herausfinden, wie es um den eigenen Bewegungsapparat bestellt ist. Bewegungsdefizite und -auffälligkeiten wurden festgestellt, aus denen dann direkte Handlungsempfehlungen abgeleitet und vorgestellt wurden. Eine Maßnahme, die offensichtlich auf Interesse gestoßen ist – die Termine waren restlos vergeben. Ganz ohne vorherige Anmeldung funktionierte der Infostand im Ideenreich. Hier konnten der Körperfettanteil und BMI gemessen werden, es gab Tipps zur eigenen Fitness und Beweglichkeit. Mit den zwei Vorträgen zum Ergofox, einem 3-D-Sensor, der die individuelle Sitzhaltung am Arbeitsplatz erfasst, schloss sich schließlich der Kreis zum Thema „Beweglich bleiben“, da nicht zuletzt häufiges und falsches Sitzen zu Problemen im Bewegungsapparat führen kann. J.C.C. Bruns hat die Möglichkeit, den Ergofox in den kommenden Monaten einzusetzen. Das bedeutet, Kolleginnen und Kollegen können sich hierfür anmelden und so ihre eigene Sitzhaltung analysieren lassen.

BKK-Mitarbeiter Tobias Lange führt den Ergofox vor. Statt Bildern nutzt das Gerät 3-D-Koordinaten. Foto: pr

So funktioniert es

Der Sensor wird zunächst auf den Monitor am Arbeitsplatz gesetzt. Nach der Anmeldung analysiert dieser ein bis drei Tage die Sitzhaltung des Mitarbeitenden. „Die Dauer der Messung hängt davon ab, wie viel Zeit dieser tatsächlich am Schreibtisch verbringt“, erklärt Tobias Lange. Dabei werden keine Bildaufnahmen gemacht, es werden ausschließlich 3-D-Koordinaten erfasst. Es folgen Analyse und Auswertung der gemessenen Haltungen. Die häufigsten Sitzhaltungen werden in einem Haltungsreport zusammengefasst und anschließend an den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin geschickt. „Dieser umfasst zehn bis fünfzehn Seiten. Die häufigsten Sitzhaltungen werden grafisch durch einen Avatar verdeutlicht.“ Zu den jeweiligen Sitzphasen finden sich Ampelbewertungen von günstig über bedingt günstig bis ungünstig.
Innerhalb des Reports werden zudem die gesundheitlichen Folgen der jeweiligen Sitzphase erklärt, also die Probleme, die sich daraus ergeben können. Es gibt Tipps und kleine Übungen, die helfen sollen, den Folgen entgegenzuwirken. Außerdem vermittelt ein 14-tägiges Online-Coaching die Theorie und Praxis einer gesunden Haltung.
Wer Interesse daran hat, den Sensor zu nutzen, kann sich an Lars Kohlmeier oder Melanie Dierks aus dem Personalbüro wenden. „Der Ergofox soll vor allem sensibilisieren. Falsches Sitzen nimmt man oft selbst nicht wahr“, weiß Lars Kohlmeier. „Wir hoffen, dass viele Kolleginnen und Kollegen mitmachen.“