Drei Fragen an … Claudia Hennings, Jazz-Sängerin aus Minden: „Die Provinz hat mir gutgetan“ (#200in365, No.51)

Von Hamburg nach Minden: Claudia Hennings
hat den Schritt gewagt. MT-Foto: Piel

Vor eineinhalb Jahren ist die Jazz-Sängerin Claudia Hennings von Hamburg nach Minden gezogen. Manchmal wundert sie sich selbst über den Schritt, aber die 53- Jährige fühlt sich wohl in der viel kleineren Stadt.

Eine gebürtige Hamburgerin verlässt Hamburg und zieht nach Minden. Warum?

Weil es hier so schön ist. Ich habe Minden durch Zufall entdeckt und wenn ich hier war, fühlte ich mich entspannt. Die Gegend und ihre Menschen sind sympathisch, zugewandt und kulturoffen. Ein mutiger Schritt war es aber schon und ein bisschen bin ich selbst von mir überrascht, dass ich das gemacht habe.

Ihre Hamburger Freunde auch?

Und wie. Viele haben nicht verstanden, warum ich in die Provinz ziehe, aber mir hat das gutgetan. Neulich war meine Band „Four4Soul“ zum ersten Mal zu Besuch. Die wollten eigentlich zeitig wieder weg, aber dann hat auch bei ihnen sofort diese positive Wirkung eingesetzt und sie sind länger geblieben. Es könnte sein, dass bald weitere Hamburger nach Minden ziehen

Und wann haben Sie Ihren ersten Auftritt im Jazzclub?

Ich arbeite dran, aber das ist gar nicht so einfach. Jazz und Soul sind meine Herzensangelegenheit. Aber im Jazzclub treten die Größen der Szene auf und es ist schwierig, ins Programm zu kommen. Demnächst will es mit meinem „Minden City Blues“ erstmal ins Finale des City-Talents schaffen.

Von Benjamin Piel, Chefredakteur