Drei Fragen an … Andrea Sperr von der Bürgerinitiative Essbare Stadt – „Mehr Bäume in der Innenstadt wären ein Traum“ (#200 in 365, No. 104)

Andrea Sperr hat selbst eine Ausbildung im Bereich Gartenbau. MT-Foto: Piel

Minden mit essbaren Pflanzen zu begrünen, ist das Ziel der Bürgerinitiative Essbare Stadt. Vorbild von Andrea Sperr und 19 anderen ist die Stadt Andernach. Dort wachsen viele Nutzpflanzen wie Tomaten, Bohnen oder Zwiebeln. Sind sie reif, darf sie pflücken, wer will. In Minden hat das Projekt noch reichlich Wachstumspotenzial.

Sind nicht ständig Ihre Beete leer, weil alle sich bedienen?

Jemand, der Sozialstunden abzuleisten hatte, hat mal ein Beet leergeräumt, weil er die Kräuter für Unkraut hielt. Ansonsten bedienen sich die Leute rücksichtsvoll. Wir wollen Nahrung für Menschen in deren Umgebung zugänglich machen – als Nahrungsergänzung auf Bio-Basis und einkommensunabhängig.

Welche Pflanzen haben Sie im Angebot?

Wir haben Pflanzkästen gebaut, darin wachsen Kräuter und essbare Blüten. Zuletzt haben wir mit Pflanzen gearbeitet, die Hitzeperioden überstehen, weil sie anspruchslos sind, etwa mit Neuseeländischem Spinat. Übrigens wären mehr Bäume in der Innenstadt ein Traum. Sie spenden Schatten, setzen das CO2 runter und tragen Früchte.

Ist ihr Angebot nicht etwas klein?

Es geht nicht darum, die ganze Stadt zu bepflanzen. Es ist gut, einen Anstoß zu geben. Deshalb haben wir auch ein Unterprojekt zum Thema Klimaschutz, mit dem wir in einer AG an der Eine-Welt-Schule aktiv sind. Dieses Angebot möchten wir gerne ausbauen, um Kinder praktisch in Kontakt mit dem Thema Pflanzen und Ernährung zu bringen.

Von Benjamin Piel, Chefredakteur

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