Drei Fragen an … Annette Ziebeker vom Mindener Zimmertheater Am Eck – „Jetzt wollten wir auch mal die Hauptrollen spielen“ (#200in365, No. 102)

Haben das Theater aufgebaut: Annette und Waldemar Ziebeker. MT-Foto: Piel

Es ist klein, gemütlich, außergewöhnlich: das „Zimmertheater am Eck“ an der Kutenhauser Straße in Minden. Jeweils höchstens 20 Gäste heißt Gastgeberin Annette Ziebeker willkommen.

Wie kommt man darauf in seinem Wohnhaus ein Theater einzurichten?

Mein Elternhaus war immer ein Künstlerhaus. Meine Mutter hat gemalt und Scherenschnitte hergestellt. Nach ihrem Tod haben wir das Haus umgebaut und kamen so auf die Idee. Meine verstorbene Freundin Angelika van Wüllen und ich hatten 40 Jahre lang bei der Freilichtbühne in Porta mitgespielt und jetzt wollten wir auch mal die Hauptrollen spielen.

Ist es nicht komisch, fremde Menschen ins Haus zu lassen?

Für meinen Mann Waldemar nicht, für mich anfangs schon. Aber das ist lange vorbei. Es ist noch keiner gekommen, der nicht positiv gepolt war. Schlechte Stimmung haben wir noch nicht erlebt. Es ist eine spannende Bereicherung für unser Leben und es sind viele Kontakte entstanden. Inzwischen haben wir 600 Leute in unserem Verteiler.

Wie gestalten Sie Ihr Programm?

Es sind immer Lesungen, aber wir stellen zu jeder Saison andere Ausschnitte zusammen. Wir mischen freudige und ernste Themen, denn wir wollen sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken bringen. Uns geht es auch darum, Leute fürs Bücherlesen zu interessieren. Außerdem sammeln wir Spenden. Zu geben, das gibt uns sehr viel zurück.

Von Benjamin Piel, Chefredakteur

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