Unbeschreibliche Glücksgefühle: MT-Sportredakteur Jörg Wehling berichtet von seinem Premierenstart beim Triathlon

Trotz aller Strapazen reicht es für einen Jubelsprung auf der Ziellinie. (MT-Foto: Astrid Plasshenrich)

Wenn aus einem guten Vorsatz Wirklichkeit wird, dann gilt nur eins: Einfach machen. Nach einer Hand voll Berichterstattungen und bisher einem Staffelstart als Läufer („MT-Sporties“), kündigte ich am Jahresanfang nicht nur an gesünder Leben zu wollen, sondern auch gleich einen Einzelstart beim Volks-Triathlon.

Der übermütigen Ankündigung folgte anerkennendes Nicken im Kollegenkreis, dann ungläubiges Staunen in der Familie – und von mir die Umsetzung. Die Grundidee „Aufrecht und mit Stil ankommen“ startete mit dem Kauf einer Schwimmbrille in Sehstärke, der Leihe eines Rennrades und dem Erwerb eines Triathlon-Einteilers. Nebenbei bemerkt: Wer hätte gedacht, dass ich mit 51 Jahren noch einmal einen Hightech-Badeanzug tragen würde?

Aber ich habe es nicht eine Sekunde bereut. Dafür habe ich als Anfänger auf meiner persönlichen Leidenstour zu viel Schönes erlebt, was einem als Berichterstatter wohl verborgen geblieben wäre. Zum Beispiel das Wasser des Badesees Borlefzen, wo die Bedingungen perfekt waren und nur ein Neuling wie ich sich über vereinzelte Algen erschrickt.

Mein persönliches Alpe d’Huez erlebte ich gleich nach dem Wechsel auf das Rad beim Anstieg in Borlefzen, wohlwissend, dass der Weg noch ein weiter sein würde. Zeit genug blieb immerhin, um die Anfeuerungsrufe derjenigen wahrzunehmen, die es sich entlang der Laufstrecke im Vorgarten auf dem Gartenstuhl gemütlich gemacht hatten, um den Vorbeilaufenden zuzujubeln – auch dem Letzten seiner Altersklasse.

Ob ich wieder mitmachen werde? Das wird nicht verraten. Allerdings deutet das besondere Glücksgefühl – dokumentiert durch den Freudensprung ins Ziel – daraufhin.

Von Jörg Wehling, Sportredaktion

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