MT.de stellt auf Sicherheitsprotokoll um

Zahlreiche Nutzer meldeten sich in den vergangenen Wochen irritiert beim MT, weil ihr Browser beim Ansteuern des Newsportals www.MT.de eine Warnmeldung ausgab. Besonders beim Google-Browser Chrome fiel diese ins Auge: “Die Verbindung zur Website ist nicht sicher” stand dort in einem Fenster neben der Adresszeile. Firefox blendete die Nachricht ebenfalls ein, daneben abgebildet ein durchgestrichenes Sicherheitsschloss. Dieses Schloss ist seit heute “repariert”, Google verlautet seitdem “Diese Website ist sicher.” MT.de hat auf das Sicherheitsprotokoll HTTPS umgestellt.

Im Kern handelt es sich bei der Neuerung um eine verschlüsselte und sichere  Übertragung von Daten. Bisher wurden Nutzeranfragen an den MT-Server per HTTP (Hypertext Transfer Protokoll) übertragen. Praktisch funktionierte das so: Der Nutzer rief die Website MT.de auf, der Browser sendete eine Anfrage an den Server. Diese wurde dort verarbeitet, die entsprechenden Dateien dann zur Darstellung der Website zurück an den Browser übermittelt. HTTP war bis vor Kurzem führendes Protokoll zur Auslieferung von Daten. Das Problem: Die Verschlüsselung. Normaler Datenverkehr via HTTP ist unverschlüsselt. Gerade bei Websites, die einen Login-Bereich haben, ist dies vom 25. Mai 2018 an nicht mehr zulässig. So soll ausgeschlossen werden, dass persönliche Daten wie Kreditkartennummern, Name oder Anschrift an Dritte gelangen. Die entsprechende Verschlüsselungsmethode nennt sich SSL und wird im HTTPS-Protokoll abgebildet.

Die Zertifikate, mit denen die Verschlüsselung vorgenommen wird, enthalten  zudem Identifizierungsinformationen über den Seitenanbieter, die vorab von einer Zertifizierungsstelle geprüft  geprüft werden. Zudem ist der Aussteller (die Zertifizierungsstelle) des Zertifikates angegeben.

Seiten, die nicht verschlüsselt sind, werden von den Browser seit Februar als unsicher gekennzeichnet. HTTPS-Seiten hingegen werden von Safari, Firefox und Chrome automatisch als sicher eingestuft und auch als solche ausgewiesen. Suchmaschinen stufen solche Seiten besser ein und blenden diese auch häufiger ein.

Seit dem 14. Mai nutzt auch das Mindener Tageblatt nun die Verschlüsselung. Dass der Umstellungsprozess länger dauerte, als der Verlag es sich gewünscht hätte, lag dabei vor allem an zahlreichen Drittanbietern auf der Website. Denn: Stellt MT.de auf HTTPS um, müssen auch alle Dienstleister auf der Seite im neuen Protokoll ausliefern. Zahlreiche Dritte lieferten aber noch im alten Protokoll, MT.de musste daher ebenfalls warten. Der Verlag arbeitet außerdem ständig daran, die Website für Nutzer noch sicherer zu machen.

Auch das Trauerportal mt-trauer.de liefert Iinhalte über https aus

Auch auf den MT-Portalen mt-trauer.de, mt-job.de und mt-immomarkt.de werden die Inhalte verschlüsselt übertragen. Sowohl Texte als natürlich auch Todes- und Memoriamanzeigen sowie Inserate werden mittels https sicher übermittelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein mobiles Gerät oder ein Desktop-PC  genutzt wird.

Von Nina Könemann, Digitalredaktion, und Christian Stichler, Entwicklung und Portal-Management

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