Drei Fragen an … Cornelia Köllmann und Andreas Jürgensmeyer „Wir sind eine demokratische Band“ (#200in365, No. 123)

Andreas Jürgensmeyer und Cornelia Köllmann sind Teil des ISO. MT-Foto: Piel

Das „Independent Sound Orchestra“ (ISO) ist eine Big Band im klassischen Sinne – Gitarre, Bass und Schlagzeug, umgeben von Posaunen, Trompeten und Saxofonen.

Wie schafft es eine Band, mehr als 30 Jahre lang am Leben zu bleiben?

Andreas Jürgensmeyer: Das ist etwas Besonderes. Wir haben auch noch zwei Ur-Mitglieder dabei, die die Band am Bessel-Gymnasium mitgegründet haben. Wichtig ist, sich weiterzuentwickeln. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat sich unsere Ausrichtung gedreht. Seit 2017 haben wir auch Gesangsstücke im Programm.

Wie ergibt sich so eine Weiterentwicklung?

Andreas Jürgensmeyer: Das ist ein schleichender Prozess, der immer auch von Zufällen geprägt ist. Vor allem: Welche Musiker dazustoßen und welchen Schwerpunkt sie haben. Vor einigen Jahren gab es mal eine Zeit, da hatten wir sehr viel weniger Musiker. Das hat sich komplett gewandelt und die Stücke, die wir erarbeiten, sind immer anspruchsvoller geworden. Es wundert uns manchmal selbst, wie verlässlich die Leute zur Probe kommen. Der Freitagabend in der Jakobuskirche in Häverstädt ist für alle in Stein gemeißelt.

Warum nennen Sie sich eigentlich „independent“, also „unabhängig“?

Cornelia Köllmann: Es gibt keinen musikalischen Leiter oder Dirigenten. Wir sind eine demokratische Band, und es ist erstaunlich, wie gut das ohne Hierarchien funktioniert. Jeder kann sich bei den Proben einbringen.

Von Benjamin Piel, Chefredakteur