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12 AUSGABE 3/2018 Jede Vorlesung bietet Platz für 150 Teilnehmer. Die Eltern der Nachwuchs-Mediziner Die Den richtigen Nerv getroffen Erfolgreiche Kooperation von J.C.C. Bruns und Johannes Die Kinderuni begeistert Acht- bis Zwölfjährige für Kinder erfuhren, dass nicht nur Handwerker Bohrer und Hammer bei der Arbeit brauchen. Foto: Sven Olaf Stange/MKK Forschungs- und Entdeckungsdrang von Kindern ernst nehmen Aufmerksame Zuhörer: Professor Dr. Johannes Zeichen versteht es, medizinische Zusammenhänge kindgerecht aufzubereiten. Foto: Nadine Conti Von Stephanie Klusmann Warum ist das Blut rot? Welchen Weg nehmen Butterbrot, Gemüse oder Pudding durch den Körper? Hat man seinen Kopf eigentlich nur zum Denken? Mit kaum einem anderen Thema lassen sich Kinder so leicht und nachhaltig für Wissenschaft begeistern wie mit der Medizin. Die Veranstaltungsreihe Kinderuni Medizin, eine Kooperation des Johannes Wesling Klinikums Minden und des Bildungsprojekts MT clever, bringt Kindern zwischen acht und zwölf Jahren die faszinierende Welt der Medizin näher. „Kinder beschäftigen sich mit dem menschlichen Körper und mit medizinischen Themen. Als Mediziner und als Wissenschaftler wollen wir diesen Forscherdrang stärken und Lust auf Medizin machen“, sagt Prof. Dr. Johannes Zeichen, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Er hat die Veranstaltungsreihe zusammen mit J.C.C. Bruns-Geschäftsführer Carsten Lohmann ins Leben gerufen. Kinder mit ihrem Forschungs und Entdeckungsdrang ernst nehmen – das ist auch der Anspruch von J.C.C. Bruns und insbesondere des Mindener Tageblatts: „Auf der täglichen ,MT clever’-Seite in der Zeitung erklären wir aktuelle Themen kindgerecht. Kinder haben Fragen. Kindgerechte Antworten zu geben, ist die Aufgabe von uns Erwachsenen. Und man kann das komplizierteste Thema einfach erklären. Man muss nur die Kinder und ihre Fragen ernst nehmen“, ist Carsten Lohmann überzeugt. Auch in das Bildungsprojekt MT clever füge sich die Kinderuni nahtlos ein. Eine Veranstaltung wie die Kinderuni hätte er sich selbst als „Bub“ gewünscht, ergänzt der aus Österreich stammende Mediziner Prof. Dr. Johannes Zeichen. „Aber das gab es damals nicht. Und das Krankenhaus lernte ich nur als Patient kennen, wenn ich mir etwas gebrochen hatte“. Ein schmerzhaftes, angstbesetztes Kennenlernen sei das gewesen, erinnert er sich. Bei seinen Medizinerkollegen rannte Zeichen offene Türen ein: „Sie waren sofort bereit, mitzumachen.“ „Der Zeitplan war ganz schön sportlich“, erinnert sich Nicola Waltemathe, Mitarbeiterin des Verlagsmarketings bei J.C.C. Bruns und Projektleiterin von MT clever. Die erste Idee für die Kinderuni sei im Sommer entwickelt worden, die erste Veranstaltung fand bereits im September statt.


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