Als Ersttäter unterwegs – Bruns Gruppe engagiert sich beim 24-Stunden-Lauf

Die Ausdauer von Nathalie Fels ist bewundernswert: Die Assistentin der Geschäftsführung drehte mit Abstand die meisten Runden für die Bruns Gruppe beim 24-Stunden-Lauf.  Dass sie am Freitag und Samstag knapp 100 Stück davon gemeistert hat, ist die eine Sache. Was aber besonders beeindruckte: Nathalie Fels war immer dann auf der Strecke, wenn es am stärksten geregnet hatte – Freitagabend, Samstagmorgen und Samstagnachmittag.  Trotzdem ging es für sie immer weiter, Schritt für Schritt – auch wenn die Brille beschlagen war. Am Samstag  schnurrte sie ihre ersten Runden ab 5.30 Uhr ab.

Da zogen es die meisten ihrer Kollegen vor, sich in ihren Federkissen noch einmal  zu drehen, anstatt Runden auf der mit Pfützen übersäten Aschenbahn.  Auf dem Sportgelände  am Mittelweg war  in den frühen Morgenstunden aber schon einiges los.  Denn die Runden werden für einen guten Zweck gelaufen: Der 24-Stunden-Lauf ist eine Initiative des  Fördervereins von Union Minden. Mannschaften der verschiedensten Vereine, Institutionen und Firmen haben ab 18 Uhr am Freitagabend 24 Stunden lang versucht, die Aschenbahn so oft wie möglich zu umrunden.  Denn jede gezählte Runde wird mit einem bestimmten Geldbetrag unterstützt. Dafür haben die einzelnen Teams Sponsoren ins Boot geholt.

Die diesjährigen Spendengelder gehen an die Jugendhäuser der Stadt Minden, die Lebenshilfe und den Hospizkreis Minden. Mehr als 20.000 Euro haben alle Athleten zusammen erlaufen.

Die Bruns Gruppe stellte zusammen mit dem Kinderschutzbund eine gemeinsames Mannschaft und war bei der 15. Auflage des Benefizlaufes zum ersten Mal dabei. Zusammen brachten es die Ersttäter auf 515 Runden. Für den Anfang gar nicht schlecht. Aber der SV 1860 Minden zählte mehr  als doppelt so viele Runden. Der mitgliedsstärkste Sportverein der Stadt umrundete die 400-Meter-Bahn 1145-mal. Da war der Spitzenwert in diesem Jahr. Unsere Leistung ist also noch ausbaufähig.

Trotz des Sauwetters quälten sich die Athleten aber nicht, sondern liefen beschwingt ihre Runden. Und  die Kombination aus „Sport treiben und dabei etwas Gutes tun“  trieb einige zu Höchstleistungen an. Die Sportgruppe der Feuerwehren in Minden (661 Runden) schleppte sich mit Atemschutzgeräten und Uniformen über den Platz. Das erstaunliche: Trotz der 20 Kilo auf ihrem Buckel überholten sie den ein oder anderen Läufer (einschließlich die Autorin).  Erstaunlich war auch die Leistung von Ansgar Kuhlmann: Der Sechstklässler (!) umrundete den Sportplatz 101-mal. Dagmar Finkbeimer von der Laufgruppe Edeka, die insgesamt 943 Runden schaffte, lief eher zufällig einen Marathon mit 111 Runden und  setzte anschließend noch einige drauf.

Im Grunde war es aber egal, wer wieviel, wann gelaufen ist: Hauptsache es wurde gelaufen. Und das machte Spaß. So viel Spaß, dass sich die Vertreter von Bruns und des Kinderschutzbundes noch am Samstag dazu entschlossen, auch im kommenden Jahr dabei zu sein. Wir wollen uns schließlich steigern – und das Wetter kann nur besser werden.

MT-Bericht zum 24-Stunden-Lauf

Von Astrid Plaßhenrich, Sportredaktion

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