Gestaltung wird für Zeitungen zunehmend wichtiger

Zeitungsdesigner Norbert Küpper (stehend) bot den teilnehmern des zweitägigen Desigsemninars neben vielfältiger Information auch die Gelegenheit zu praktischen Übungen. Foto: Alexander Lehn

Zeitungsdesigner Norbert Küpper (stehend) bot den teilnehmern des zweitägigen Desigsemninars neben vielfältiger Information auch die Gelegenheit zu praktischen Übungen. Foto: Alexander Lehn

Visualisierungen, bildliches Erzählen und alternative Erzählformen standen im Mittelpunkt eines zweitägigen Seminars für Zeitungsdesign, zu dem 21 Kolleginnen und Kollegen aus 14 Zeitungshäusern unterschiedlichster Größenordnung und Ausrichtung nach Minden angereist waren, überwiegend aus Deutschland, zwei sogar aus Norditalien. Zeitungsdesigner Norbert Küpper, unter anderem Initiator und Ausrichter des „European Newspaper Award„, hatte dazu in Kooperation mit dem Mindener Tageblatt eingeladen.

Moderne Zeitungsgestaltung verfolgt das Ziel, journalistischen Inhalten nicht nur eine ansprechende Bühne zu bieten, sondern sie mit gestalterischen Mitteln noch besser transportieren zu können. War das Zeitungslayout früher, auch technischen Einschränkungen geschuldet, eher ein Stiefkind des sich überwiegend über seine Inhalte definierenden Mediums, gewinnt es seit Jahren mehr und mehr an Bedeutung: Für die Produktpräsentation sowieso, vor allem aber als Hilfsmittel für die journalistischen Grundfunktionen Erzählung und Informationstransport. Diese Entwicklung gewinnt auch in Deutschland immer mehr Fahrt. Anderswo in Europa – vor allem in Skandinavien, den Benelux-Ländern sowie auf der iberischen Halbinsel – ist man da allerdings schon bedeutend weiter, wie aus dem Eingangsvortrag Küppers über europäische Zeitungstrends hervorging.

Überregionale Blätter wie „Die Zeit“ oder die „Jüdische Allgemeine“ waren bei dem Seminar in den Räumen des Mindener Tageblatts ebenso vertreten wie große Regionalzeitungen („Rheinische Post“, „Neue Osnabrücker Zeitung“, „Neue Westfälische“) oder Lokalzeitungen wie „Dewezet“ (Hameln), Ostfriesenzeitung, „Sindelfinger Zeitung“, „Schaumburger Nachrichten“ (Stadthagen) oder „Lippische Landeszeitung“ Detmold. Auch eine in zahlreichen verschiedenen Ausgaben erscheinende Kirchenzeitung sowie ein überregional mit unterschiedlichen Titeln in hoher sechsstelliger Auflage verbreitetes Wirtschaftsblatt (Aktiv“) waren vertreten.

Eines der Themen des Seminars war auch die umfassende und branchenweit beachtete  Umgestaltung des MT vom November 2014. MT-Chefredakteur Christoph Pepper schilderte Grundüberlegungen, Konzeption und die mit Norbert Küpper als Designer in Angriff genommene Umsetzung im Rahmen des „Projekts 2014“, im Anschluss entspann sich eine lebhafte Fragerunde und Diskussion.

Blick in den Seminarraum. Foto: Alexander Lehn

Blick in den Seminarraum. Foto: Alexander Lehn

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