Monthly Archives: Juni 2017

Auf zur Motivjagd – Fotowettbewerb „Blende 2017“ startet

Im Jugendwettbewerb der „Blende 2017“ sind Bilder unter dem Motto „Blickwinkel“ gefragt. Alle anderen können außerdem in der Kategorie „Tierische Begegnungen“ teilnehmen. Foto: Linda Tiesel

Der Zeitungsleser-Fotowettbewerb „Blende“ geht in die nächste Runde. Ab heute können Hobbyfotografen aus der Region unter dem Motto „Tierische Begegnungen“ ihre Bilder beim Mindener Tageblatt einsenden. Für alle Jugendlichen bis einschließlich 18 Jahre, gibt es außerdem wieder einen Zusatzwettbewerb. Unter dem Motto „Blickwinkel“ sind dieses Jahr besonders kreative Motive gefragt.

Bei den Leserfotografen des Mindener Tagesblattes sind Tiere stets ein beliebtes Motiv – egal ob Eichhörnchen im Vogelhäuschen, der eigene Hund oder Schwanenküken im Vogelparadies. Nun gibt es für die besten Tier-Bilder etwas zu gewinnen: Denn der Zeitungsleser-Fotowettbewerb „Blende 2017“, den das MT in Kooperation mit Prophoto GmbH, Gesellschaft zur Förderung von Fotografie und Videografie, ausschreibt, widmet sich genau diesem Thema.

Mit einem schnellen Klick ist es in dieser Rubrik jedoch nicht getan. Stattdessen sind humorvolle, spannungsreiche aber auch nachdenkliche Fotos gefragt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das eigene Haustier oder ein Exot aus dem Zoo vor der Linse steht.
Parallel zu dem Hauptwettbewerb können Jugendliche Bilder zum Thema „Blickwinkel“ einsenden. Dabei kann sowohl die Perspektive des Fotos, als auch der Blickwinkel, den der Nachwuchsfotograf einnimmt im Mittelpunkt stehen. Kreativität ist hier speziell gefragt. Eine besondere Fotoausrüstung ist dafür nicht nötig.

Jeder Teilnehmer – ausgenommen sind Berufs- und Profi-Fotografen – hat dann die Chance auf einen Preis. Für den MT-Regionalpreis sitzen Chefredakteur Christoph Pepper, Fotograf Alex Lehn, DPA-Fotograf Boris Rössler und Online-Redakteurin Nadine Schwan in der Jury und wählen die drei besten Bilder in beiden Kategorien aus.

Für die Gewinner gibt es jeweils eine Medaille und eine Urkunde von Prophoto. Den Erstplatzierten winken außerdem Eintrittskarten für Veranstaltungen im Stadttheater oder der Kampa-Halle. Und auch die Nächstplatzierten auf den Rängen Zwei und Drei können sich auf interessante Preise freuen. Zusätzlich werden unter allen Teilnehmern, die Fotos einreichen, fünf mal zwei Eintrittskarten für eine Veranstaltung mit Roland Marske im Mindener Stadttheater verlost. Der bekannte Reisefotograf wird in der kommenden Vortragssaison unter anderem Multivisionsshows zu Florida und Australien präsentieren.

Außerdem nehmen die drei besten Fotografen aus der Kategorie „Tierische Begegnungen“ automatisch an der bundesweiten Endausscheidung von Prophoto teil und können einen der 133 Preise im Gesamtwert von 40 000 Euro gewinnen. Dazu zählen Geld- und Sachpreise, wie zum Beispiel Bildbearbeitungssoftware, Objektive, Digitalkameras, Stative, Fototaschen, Gutscheine für Fotoleinwände und Fotobücher oder Abonnements von Fotofachzeitschriften.
Noch mehr Chancen bieten sich für die jungen Leser bis 18 Jahre. Hier gehen alle eingeschickten Bilder in die bundesweite Endausscheidung, in der 55 Sonder- und 111 Verlosungspreise an die Nachwuchsfotografen vergeben werden.

Einsendeschluss ist Mittwoch, 27. September.

Weitere Infos sowie die Teilnahmebedingungen zur „Blende 2017“ gibt es auf MT.de

Von Nadine Schwan

Das MT-ePaper jetzt auch als „Light“-Version für schlechte Netzverbindungen

Im Funktionsfenster – je nach Ausrichtung des Geräts neben oder unter der täglichen Titelseite – findet sich jetzt auch eine Light-Version der aktuellen Ausgabe mit deutlich reduziertem Datenvolumen. Repro: MT

Erst rund einen Monat ist die neue App des Mindener Tageblatts für die Plattformen iOS (Apple)  und Android verfügbar, da bekommt sie bereits eine erste Ergänzung: eine zusätzliche datenreduzierte Version der täglichen Zeitungsausgabe, die vor allem deren Herunterladen bei schlechter Internetverbindung erleichtern soll.
Vor knapp vier Wochen ist die digitale Version der gedruckten MT-Ausgabe für Tablet-PCs und Smartphones unter dem neuen Namen „MT Digital“ vorgestellt worden. Sie bietet nicht nur deutlich erweiterten Inhalt und einen größeren Funktionsumfang als das Vorgängerprodukt „ePaper+“, sondern auch eine bessere Darstellung der Fotos und Texte – sowohl in der „Zeitungsoptik“ als auch in der geräteoptimierten Darstellung von Bild und Text.
„Die Reaktionen der Nutzer von MT Digital waren zum größten Teil sehr positiv“, weiß Fabian Müller vom MT-Leserservice zu berichten, der in den letzten Wochen viele Gespräche zur neuen App geführt hat. „Hier und da gab es vor allem bei älteren Tablets und Smartphones noch Probleme zu lösen. Die waren jedoch nicht selten schon damit zu beheben, dass die von den Nutzern seit längerem nicht aktualisierte Geräte-Software des jeweiligen Betriebssystems auf den aktuellen Stand gebracht wurde.“
Neben Anregungen zu einzelnen Funktionen wurde im Kunden-Feedback häufiger der Wunsch nach einer datenreduzierten Version geäußert. Völlig nachvollziehbar für Christian Stichler, im Verlag für Entwicklung und Portal-Management der digitalen Medien zuständig: „Die tagesaktuelle Ausgabe der Zeitung hat in ‚MT Digital‘ tatsächlich ein deutlich höheres Datenvolumen als zuvor, weil wir die Funktionen Ganzseiten- und Einzelartikelansicht zugunsten eines besseren Leseerlebnisses in einem Download zusammengeführt haben. Außerdem werden Fotos in sehr viel besserer Auflösung zur Verfügung gestellt.“

Was im normalen Umfeld für die meisten Nutzer kein Problem ist, kann auf Reisen im Ausland, bei schlechtem Mobilfunknetz oder in einem schwachen WLan aber zu deutlich längeren Ladezeiten bis hin zu Download-Abbrüchen führen. Dem wird nun mit einer zusätzlichen „Light“-Version abgeholfen, die mit dem Technikpartner Agfa auch mit Blick auf die beginnende Urlaubszeit kurzfristig als schnell umsetzbare Ergänzung entwickelt wurde. So gibt es in „MT Digital“ künftig eine zweite Downloadmöglichkeit für die tagesaktuelle Zeitungsausgabe in stark datenreduzierter Form. Sie kann als „MT Light“ über das Funktionsfenster auf der Startseite abgerufen werden, das auch Zugang zu den Magazinen, Prospekten, Sonderausgaben, dem Archiv oder zu MT.de bietet. Stichler: „Es handelt sich um ein reines Ansichts-PDF der Zeitungsseiten, verzichtet also auf viele der Funktionen des regulären Downloads wie etwa die optimierte Artikelansicht. Dafür konnten wir das Datenvolumen auf weniger als ein Viertel reduzieren.“

Neben dieser sofort verwirklichten Ergänzung von „MT Digital“, die ausschließlich Abonnenten des ePapers zur Verfügung steht, wird in den kommenden Tagen auch noch ein kleines technische Update eingespielt, das vor allem auf die interne Produktion Auswirkungen haben wird.

Schluss hingegen ist in der kommenden Woche mit der Bereitstellung der aktuellen MT-Ausgabe in der alten App „MT ePaper+“. Schon jetzt erinnern Hinweise und Sonderseiten die Nutzer daran, die neue App „MT Digital“ kostenlos aus dem Store zu laden und sich einmalig im Menüpunkt „Benutzerkonto“ (unten rechts in der Navigationsleiste) neu anzumelden. Und eine weitere Information ist Fabian Müller nach seinen zahlreichen Kundengesprächen noch wichtig: „Die klassische – also nicht mobile – Version des ePapers für PCs und Laptops, die über den Webbrowser aufgerufen wird, ist von diesen Änderungen nicht betroffen und wird auch weiterhin wie gewohnt zur Verfügung stehen.“

Von Frank Sommer, Leiter Marketing

Eine Reise nach Tel Aviv – und Israel

MT-Volontär Hans-Georg Gottfried Dittmann

22 junge Journalisten fanden sich an einem Hotel nahe des Frankfurter Flughafens ein, um tags darauf nach Israel zu fliegen. Eine Studienreise von der Bundeszentrale für politische Bildung organisiert für Jungjournalisten mit maximal fünf Jahren Berufserfahrung.  Die Studien begannen schon vor der Reise – im Tagungsraum der Frankfurter Hotels.  Es sollte nicht der letzte Tagungsraum auf der Reise bleiben.

Am nächsten Nachmittag landete die Maschine pünktlich in Israel und das Programm setzte ich sich nahtlos im nächsten Konferenzraum fort. Bis auf einen kurzen Blick aus dem Fenster und der viel zu kalten Klimaanlage deutete nichts darauf hin, dass wir nicht nur das Land, sondern auch den Kontinent verlassen hatten, denn auch die Referenten sprachen zunächst auf Deutsch zu uns.

Erst nach Sonnenuntergang konnten wir die Hotelanlage verlassen und uns ein Bild von Tel Aviv machen. Die moderne Stadt am Mittelmeer brodelte auch nachts und hatte wenig mit dem zu tun, was man sich vor der Reise in das Heilige Land vorgestellt hatte,  eher erinnerte es eine spanische Stadt mit Mittelmeerlage – nur der Ozean lag nicht im Westen sondern im Osten der Stadt.

Einige Israelis sagten uns, dass Tel Aviv nicht viel mit dem Rest des Landes zu tun hat, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass Tel Aviv erst 1909 gegründet wurde und erst seit 1999 zu der Metropolregion explodierte, die sie heute ist – denn vor 1999 stand in der ganzen Stadt nur ein Hochhaus, was mit Blick auf das heutige Stadtbild kaum zu glauben ist.

Tel Aviv selbst bewirbt sich selbst  seit einiger Zeit auch nicht mehr damit, ein Teil Israels zu sein. In Touristeninformationen oder Reisekatalogen wird die Landeszugehörigkeitsangabe fehlen. Im Rückblick macht das Sinn, denn mit dem Palästinenserkonflikt, religiösem Leben oder grenzpolitischen  Auseinandersetzungen haben die Bewohner der Stadt nichts zu tun, sie lesen höchstens in den Zeitungen davon.

Losgelöst aus dem israelischen Gefüge macht diese Stadt unglaublich viel Spaß, die liberale und moderne Lebenseinstellung der Bewohner erfasst die Besucher sofort, die mit einer großen Start-up-Unternehmenskultur und einer großen Schwulenbewegung nicht das Bild von Israel bestätigen. Aber wie es in den Katalogen steht, so sagen es auch die Einwohner: Tel Aviv ist nicht Israel.

Nachdem unsere Gruppe die ersten Tage in der Strandmetropole verbrachte, reisten wir weiter nach Tiberia, einer Stadt am See Genezareth. Dort war alles mindestens eine Nummer kleiner, auch die Touristen waren nur dort, um den See zu sehen, über den Jesus einst gelaufen ist. Auf der anderen Seite des Sees liegen die Golanhöhen und auf der Fahrt dorthin schlängelt sich die Straße durch das  Grenzgebiet zwischen Jordanien, Syrien und Israel.

Nach mehreren Stopps hielten wir auch auf einem Aussichtspunkt 300 Meter von der syrischen Grenze entfernt. In Sichtweite dahinter konnten wir ein Dorf sehen, das sich  unter der Herrschaft des Islamischen Staates befand – ein sehr befremdliches Gefühl.

Auch Ramallah überraschte alle Reisenden. Die Stadt, die im Zentrum des Westjordanlandes liegt, war in einem besseren Zustand, als viele israelische Orte, die wir auf unserem Weg dorthin gesehen haben. Einzige Auffälligkeit waren die schwarzen Wasser Kanister, die auf allen Dächern in großer Zahl standen. Sie dienen als Speicher für Regenwasser, denn bei einer Knappheit drehen die Israelis den Palästinensergebieten das Wasser ab, die dann auf diese Reserven angewiesen sind.

Die Hauptstadt Jerusalem war – neben Tel Aviv – die Stadt, in der sich unsere Gruppe am Längsten aufhielt. Hier sieht es „mehr nach Israel aus“, so unsere Reiseleiterin Rosa Fleischmann, aber vor allen in der Altstadt zeigt sich, dass sich an diesem Ort seit Jahrtausenden die drei monotheistischen Religion begegnen – im Zentrum der Tempelberg mit Heiligtümern jeder Religion.

Nach den elf Tagen im Heiligen Land hat sich mein Horizont und mein Wissen über Israel  auf eine Art und Weise erweitert, wie ich es davor nicht für möglich gehalten hatte. All die kleinen und großen Reibereien und Konflikte, die unterschiedlichen Meinungen zur Gesellschaft und der Zukunft machen das Land für jeden Menschen spannend, der sich darauf einlässt. Doch man muss mehr gesehen haben als nur Tel Aviv – denn Tel Aviv ist alles, nur nicht typisch für Israel.

Von Hans-Georg Gottfried Dittmann