Monthly Archives: April 2017

Was Lokaljournalisten über städtische Finanzen wissen müssen: Volontärsschulung beim MT

MT-Lokalchefin Monika Jäger (hinten links) und Mindens Kämmerer Norbert Kresse brachten den MT- und NW-Volontären das Thema Kommunaler Haushalt näher. MT-Foto: Jan Henning Rogge

Dass das Mindener Tageblatt mit der in Bielefeld erscheinenden Rgeionalzeitung „Neue Westfälische“ kooperiert, wissen wohl die meisten MT-Leser. Auf wie vielen verschiedenen Ebenen jenseits der journalistischen Kooperation diese Zusammenarbeit stattfindet, ist vermutlich eher unbekannt. Ein reger Austausch findet seit einiger Zeit zum Beispiel auch bei der Ausbildung des journalistischen Nachwuchses statt. Am Freitag waren deshalb elf NW-Volontärinnen und Volontäre zu einer Schulung nach Minden gekommen, um sich dort gemeinsam mit ihren drei MT-Kollegen Malina Reckort, Hans-Georg Dittmann und Ilja Regier mit dem Thema kommunale Finanzen zu befassen. Norbert Kresse, Kämmerer der Stadt Minden, erläuterte der kommenden Journalistengeneration den Aufbau und die Entstehung eines städtischen Haushaltsplans. Welche journalistischen Möglichkeiten zwischen all den Zahlen stecken, zeigte MT-Lokalchefin Monika Jäger den Volontären zwischendurch immer wieder auf.

Exemplarisch für Minden konnte der Kämmerer anschaulich erklären, welche Möglichkeiten für eine Stadt in der Gestaltung eines solchen Planes stecken und wie die Politik an der Gestaltung mitwirkt. Auch in welchem Umfang die Stadt durch Pflichtaufgaben eben nicht Herrin über die von ihr verwalteten Gelder ist, wurde dabei deutlich.

Am Nachmittag stand das Thema Video auf dem Lehrplan. MT-Ausbildungsredakteur Jan Henning Rogge erklärte den Volontären, welche Techniken und  Arbeitsweisen zur Produktion von Web-Videos nötig sind und wie selbst mit dem Mobiltelefon gute journalistische Beiträge erstellt werden können. Dazu gehörten zum Beispiel Themen wie Licht und Ton, „Der goldene Schnitt“ oder die sogenannte „Five-Shot-Regel“ für Nachrichtenvideos.

Die Ausbildungskooperation funktioniert natürlich in beide Richtungen. Bereits im Mai ist die nächste Volontärsschulung bei der NW in Bielefeld geplant.

Von Jan Henning Rogge, Onlineredaktion und Ausbildungsredakteur

Girl’s und Boy’s Day beim MT: 13 Schüler erkunden Berufsfelder

Zu Besuch beim Mindener Tageblatt: 13 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, die Redaktion zu erkunden – hier den Video-Schnittraum. MT-Foto: Ilja Regier

Wie funktioniert die Arbeit in einer Zeitungsredaktion? Wie sieht der Alltag eines Journalisten aus? 13 Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 15 Jahren waren am 27. April zum Boys- und Girlsday in der Redaktion des Mindener Tageblatts zu Gast, um dm den Beruf des Zeitungsredakteurs kennenzulernen.
Schon am Vormittag ging es für die Nachwuchskräfte zur Sache: An echten Zeitungsartikeln konnten sie ihr Händchen für die Auswahl von Überschriften und Bildern üben. Wie ist eine Zeitung aufgebaut? Wer macht was? Und was hat die Onlineredaktion mit all dem zu tun? Diese und viele weitere Fragen wurden von den MT-Redakteuren Nadine Conti und Jan Henning Rogge ausführlich beantwortet.

Dass die Arbeitszeiten in der Redaktion ziemlich eigen sind war vielen der jungen Besucher zuvor nicht klar. Und auch, dass „da draußen herumrennen, Leuten Fragen stellen und dann Texte schreiben“, wie es ein Schüler ausdrückte, eben nur ein Teil des Jobs ist. Darüber hinaus muss eine Menge an Material von außen gesichtet, bewertet und bearbeitet werden und das „Zusammenpuzzeln“ der Seiten ist anspruchsvoller, als mancher ahnt. An der Bildauswahl und verschiedenen Überschriften durften sie sich auch einmal ausprobieren und ganz zum Schluss in der großen Redaktionskonferenz schon einmal einen Blick auf die Zeitung von morgen werfen.

Am Nachmittag konnten die Nachwuchsjournalisten nach eingehender Vorbereitung dann ihren eigenen Pressetermin bestreiten: Was zum Kuckuck ist eigentlich ein Medienpädagoge? Und was macht der so den ganzen Tag? Diesen Fragen gingen die 13 Jungen und Mädchen nach. Natürlich formulierten die Schüler ihre Fragen im Pressegespräch mit Lukas Opheiden, dem Medienpädagogen der Stadtbibliothek deutlich höflicher.

Und Opheiden erwies sich als optimaler Partner für dieses Übungsinterview: freundlich und offen beantwortete er alle Schülerfragen, auch wenn es um seinen privaten Medienkonsum ging oder darum, wie viel Freizeit er überhaupt habe.

Zentrale Erkenntnis des kleinen Ausflugs in die nahe gelegene Bücherei war jedoch: Auch die Stadtbibliothek stellt sich darauf ein, dass die Bücherausleihe allein nicht mehr reicht. Vor zwei Jahren hat sie den Medienpädagogen eingestellt. Und der deckt ein breites Spektrum an Veranstaltungen ab, wie die Schüler erstaunt registrierten: Er testet Videospiele mit Jugendlichen, berät Senioren im Umgang mit E-Book-Readern und Smartphones, aber auch Eltern und Pflegeeltern, die sich Sorgen um den Medienkonsum ihrer Kinder machen. Außerdem veranstaltet er Workshops, geht in die Jugendhäuser der Stadt und kooperiert mit seinen Kolleginnen im Mindener Museum und im Stadttheater.

Nachwuchsreporter im Einsatz: Die Teilnehmer des Girl’s und Boy’s Day beim MT interviewen den Medienpädagogen Lucas Opheiden in der Stadtbibliothek. Foto: Nadine Conti

Die Triebfeder dahinter ist durchaus eine persönliche: Er sei selbst leidenschaftlicher Gamer, erzählt Opheiden und habe auch schon früh gewusst, dass er gern als Pädagoge arbeiten wolle. Die Stellenausschreibung in Minden kam ihm da gerade recht und als „Zugezogener“ sieht er diese Stadt sehr viel positiver, als mancher Mindener das gewohnt ist. Die Leidenschaft und Zielstrebigkeit mit der der 26-Jährige seine Berufslaufbahn verfolgt, fanden einige der Teilnehmer beeindruckend. Für die 12- bis 14-Jährigen, die gerade erst anfangen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, ist das naturgemäß noch ziemlich weit weg.

Von Nadine Conti (Lokalredaktion) und Jan Henning Rogge (Onlineredaktion)

Der Mühlenkreis im Konjunktur-Hoch: Neue Ausgabe des MT-Wirtschaftsmagazins „Menschen, Macher, Märkte“ erschienen

Die Menschen, die hier leben, wissen es längst: Die Region ist lebenswert. Bezahlbare Mieten und Grundstücke, eine gute Infrastruktur und vor allem kurze Wege zur Arbeitsstätte sind nur einige Pluspunkte. Und natürlich interessante Firmen und attraktive Arbeitgeber in einem breiten Branchenmix. Die Konjunktur bei uns läuft nach wie vor rund. Den Firmen geht es gut, die Geschäfte blühen und mit den Umsätzen wachsen Investitionsbereitschaft und Personalbedarf. Viele gute Gründe also, sich die Akteure der Wirtschaft im Kreis Minden-Lübbecke einmal näher anzuschauen.

Die Titelseite der aktuellen Ausgabe von „Menschen, Macher, Märkte“, die heute dem gedruckten MT beiliegt. Repro: MT

Wieder einmal einen guten Ein- und Überblick bietet die neue Ausgabe des MT-Wirtschaftsmagazins „Menschen, Macher, Märkte“. Das druckfrische Heft liegt in seiner mittlerweile 35. Ausgabe heute dem Mindener Tageblatt bei, außerdem ist es digital wie üblich als eMag auf www.mt.de abrufbar soweie in der neuen ePaper-App des MT auch als ePaper herunterzuladen. Auf mehr als 80 Seiten vermittelt es interessante und unterhaltsame Eindrücke vom Wirtschaftsstandort Minden und seinen anstehenden Herausforderungen, berichtet vom Konjunkturhoch sowie den guten Exportaussichten und erklärt, warum es auch im Handwerk oder in der Unternehmenskommunikation zunehmend digital zugeht.

Das MT-Wirtschaftsmagazin zeigt, worauf der Erfolg der Region beruht, nämlich auf unternehmerischen Tugenden wie Flexibilität und Weitsicht. Ob kleiner Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieb oder einer der größten Arbeitgeber in der Region, ob traditioneller Familienbetrieb oder „Hidden Champion“ im internationalen Wettbewerbsumfeld – die Palette ist bunt. Das Magazin stellt exemplarisch mehr als 50 Unternehmen vor. Darunter auch Firmen aus den Bereichen Maschinenbau, Werkzeugbau, Forschung und Entwicklung oder Einzelhandel, ohne die etwa im zunehmend wichtigen Bereich Elektromobilität eine große Lücke klaffen würde.

„Menschen, Macher, Märkte“ ist aber auch für all jene praktisch, die die Region noch nicht so gut kennen, weil sie frisch zugezogen sind oder für diejenigen, die noch einen Ort suchen, wo sie Wurzeln schlagen möchten. Und natürlich für Endverbraucher oder Gewerbekunden, die einen Handwerker, Händler oder Dienstleister suchen oder sich einfach mal inspirieren lassen möchten.

Hier gibt es Menschen, Macher, Märkte“ Nr. 35 als eMag