Monthly Archives: März 2017

Berufsfelderkundungstag im Hause Bruns

Gruppen-Selfie kurz vor der Druckhausführung. Betreut wurden die Praktikantinnen und Praktikanten von Verlagsreferentin Janina Auer und den Redakteuren Nadine Conti und Jan Henning Rogge

Neun Schüler absolvierten ihren Berufsfelderkundungstag im Rahmen der landesweiten KAoA-Programmes („Kein Abschluss ohne Anschluss“) im Verlagshaus J.C.C. Bruns. Zwei von ihnen interessierten sich für den Beruf des Medienkaufmanns/der Medienkauffrau, sieben für die Arbeit in der Redaktion. Nach einer gemeinsamen Einführung durften sich die potentiellen Medienkaufleute mit den vielen verschiedenen Einsatzgebieten, die diese Job vorsieht, vertraut machen: Von der Seiten- und Anzeigenplanung über die Medienproduktion und Druckvorstufe bis hin zum Vertrieb. Die größere Gruppe in der Redaktion durfte hingegen beim „Newsroom Game“ einmal testen wie sich das Redakteursdasein so anfühlt: Sie wählten Themen aus und entschieden über die Positionierung auf „ihrer“ Zeitungsseite, kämpften mit den Widrigkeiten, die sich dabei auftun (ein Text ist zu lang und muss gekürzt werden, ein anderer benötigt zusätzliche Recherchen, ein Bild taugt nicht und muss ersetzt werden), feilten an Überschriften und Bildunterzeilen, während im Hintergrund unerbittlich die Uhr lief. Dass dies „in echt“ oft nicht viel anders ist, durften sie dann bei der nachmittäglichen Redaktionskonferenz erleben. Eine Druckhausführung durch die neue Rotation am Trippeldamm bildete den Abschluss des Tages.

Wahlkampfberichterstattung im MT und auf MT.de

Am 14. Mai sind Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Dann werden auch hier wieder die Stimmzettel ausgewertet. Das Foto zeigt Wahlhelfer aus Niedersachsen im Januar 2013. Foto: Michael Bahlo/dpa

Die MT-Redaktion beginnt mit der intensivierten Wahlkampfberichterstattung und hat seine entsprechende Planung jetzt den Parteien und Kandidaten mitgeteilt. Diese erhielten jetzt folgenden Brief vom MT:

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Folge informieren wir Sie kurz über die wesentlichen Punkte zur MT-Berichterstattung zu den Landtagswahlen NRW 2017.

  1. Kandidaten
    In den kommenden Tagen werden sich einzelne Kollegen aus der Redaktion an die Kandidaten oder die Wahlkampfbüros wenden, um hier Näheres abzustimmen. Wir werden uns an einige  der Kandidaten mit der Bitte um Informationen für einen kurzen „Steckbrief“ wenden, andere werden wir auf verschiedenen Terminen begleiten. In beiden Fällen geht es uns darum, den/die Kandidaten/in als politisch agierende Person vorzustellen. In der Regel haben wir einen Redakteur einem Kandidaten zugeordnet. Aus mehreren Begleitungen zu Terminen wird am Ende ein Artikel entstehen.
  1. Themen
    a. Aktuelle Themen des Landtagswahlkampfes werden wir auch mit aktuellen Anfragen ggf. an einzelne oder an alle Kandidaten ergänzen.
    b. Grundsätzlich planen wir seitens der Lokalredaktion zwei Themenseiten (Minden/Porta: Schwerpunkt Bildung, Hille/Petershagen: Schwerpunkt Strukturwandel). Zu diesen wird sich jeweils ein Kollege mit den jeweiligen Kandidaten für den Wahlkreis in Verbindung setzen, um deren Position zu ausgewählten Fragen persönlich in einem Interview zu erfahren. Termine dafür werden wir individuell abstimmen.
    c. Anfang Mai möchten wir zudem eine übergreifende Seite zu einem aktuellen Thema gestalten. Dazu werden wir alle Kandidaten kurzfristig bitten, uns ihre Position zu einem politischen Thema in wenigen Zeichen mitzuteilen („Twittern Sie uns Ihre Position“). Das Thema legen wir Ende April fest. Sie werden nach gegenwärtiger Planung für die Antwort drei bis vier Tage Zeit haben.
  2. Fotos
    Die Fotomotive sollen einen möglichst unterschiedlichen Charakter haben. Darum die Bitte, uns zum einen ein klassisches Portraitfoto von sich zu schicken. Als zweites Motiv hätten wir gerne ein Selfie, also ein mit dem Handy aufgenommenes Selbstportrait. Das dritte Foto soll der MT-Fotograf machen, bitte schlagen Sie einen geeigneten Termin vor.
  3. Weitere Inhalte
    Auf unseren Online-Seiten wird es ein stetig wachsendes Wahl-Dossier geben. Gerne können Sie uns dafür Links zu Ihren Social-Media-Accounts, zu Parteiprogrammen, Homepages von Parteien und Personen etc. mitteilen, zu denen sich die Nutzer dann weiter durchklicken können.
  1. Veranstaltungen
    a. Wir berichten über ein oder zwei übergreifende Veranstaltungen, bei denen alle oder die meisten Kandidaten in gemeinsamer Diskussion zu erleben sind (z.B. IHK-Runde).
    b. Prominentenbesuche: Wir berichten über herausragende Besucher oder Referenten in unserem Verbreitungsgebiet. Darüber entscheiden wir in jedem Einzelfall und bitten herzlich darum, uns die entsprechenden Planungen und Termine frühzeitig mitzuteilen.
    c. Infostände:   Infostände und andere öffentliche Wahlveranstaltungen können Sie bei uns im MT unter den täglichen Terminen aufnehmen lassen, wo sie unter der Rubrik „Wahl NRW 2017“ eingestellt werden. Hier können Sie auch andere Wahl-Aktivitäten Ihrer Partei aufnehmen lassen. Mitteilungen bitte an service@mt.de. Zuständig sind Frau Esau und Frau Schmökel, 882-145.
  2. Wahlabend
    Mit Hilfe von Social Media möchten wir am Wahlabend aus ausgewählten Parteizentralen zwischen 18 und … 20? Uhr live berichten. Interviews, Beiträge, Kurzvideos, Statements werde in „Scribble Live“ zu einem Gesamtpaket verbunden. Darüberhinaus bitten wir Sie uns mitzuteilen, wo wir die Kandidaten zu einem Live-Statement nach dem vorläufigen Endergebnis erreichen können.  All das wird in die Berichterstattung für den Folgetag in Print und Digital einfließen.
  1. Noch Fragen?
    Unser Wahlkampf-Planungs-Team besteht aus Henning Wandel (882-166) hening.wandel@mt.de, Anja Peper (882-231) anja.peper@mt.de und mir, Monika Jäger (882-148) monika.jaeger@mt.de. Alle Fragen klären Sie bitte direkt und ohne Zögern mit uns. Festlegungen wie die in dieser Mail treffen ja nicht immer genau jeden einzelnen Punkt, so dass es garantiert weiteren Klärungsbedarf gibt.Einige der Kandidatinnen und Kandidaten reagierten prompt, und es wurden bereits die ersten Termine vereinbart. Der Kreiswahlausschuss tagt Donnerstag, 30. März, 16 Uhr. Erst danach wird feststehen, ob alle Kandidaten und Parteien im Kreis Minden-Lübbecke zugelassen sind.

„Kauf Lokal“: Das sechste „MT für Alle“ widmet sich Handel und Gewerbe der Region

Blick auf die Titelseite der Sonderausgabe, die dem heutigen „MT für Alle“ beiliegt. Repro: MT

Zum sechsten Mal erscheint heute ein „MT für Alle“ – eine Ausgabe des Mindener Tageblatts, die nicht nur den Abonnenten und den Kioskkäufern zugeht, sondern ausnahmslos allen rund 70.000 Haushalten des angestammten Verbreitungsgebietes in Minden, Porta, Westfalica, Hille und Umland. Waren in früheren Ausgaben die Umgestaltung der Zeitung, der Wandel der Arbeitswelt, die „Stadt mit Plus“ oder ein Rückblick auf 160 Jahre MT- und Heimatgeschichte Themen der dazu jeweils zusätzlich erstellten Sonderausgaben, richtet die Redaktion diesmal den Blick auf den lokalen Einzelhandel und die lokale Dienstleistungsbranche in Zeiten des digitalen Wettbewerbs. „Kauf lokal“ heißt plakativ der Titel, unter dem die von den Kolleginnen und Kollegen des „Bruns Medien Service“ verstärkte MT-Redaktion die heimischen Antworten auf Digitalisierung und Städtewandel unter die Lupe nimmt. Im Leitartikel der Sonderausgabe heißt es dazu unter der Überschrift

Warum der Standtortfaktor „Nähe“ zählt. Lokaler Handel und lokales Gewerbe haben
der Online-Konkurrenz manches voraus:

„Die Digitalisierung verändert die altgewohnte Welt mit Macht. Besondere Wucht hat der Wandel zu elektronisch gestützten Prozessen durch die rasante Entwicklung des Internets bekommen. Kaum eine Wirtschaftsbranche, kaum ein Lebensbereich, die nicht von den Auswirkungen der digitalen Revolution erfasst würden. Ganz besonders gilt das für den lokalen Einzelhandel, den die plötzlich aufgetauchte Online-Konkurrenz zudem in einem ohnehin schwierigen Strukturwandel erwischt hat. Auch Handwerk und andere Dienstleister müssen sich umstellen.

Hersteller, Anbieter und Kunden begegnen sich im Jahr 2017 auch in Städten und Gemeinden wie Minden, Porta Westfalica, Petershagen, Hille und Umgebung in völlig anderen Beziehungen und unter völlig anderen Rahmenbedingungen als noch vor zehn Jahren – von weiter zurückliegenden, von manchem schon verklärten „goldenen Zeiten“ gar nicht zu reden. Die übrigens bei näherem Hinschauen so golden meist auch nicht waren. Denn gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Veränderungen gab es immer – und mit ihnen die Notwendigkeit, zu reagieren. „Geh mit der Zeit, sonst gehst Du beizeiten“ war schon immer die Devise des erfolgreichen Kaufmanns.

Den aus Digitalisierung und Online-Wettbewerb erwachsenden Herausforderungen stellt sich der heimische Handel durchaus unterschiedlich, wenngleich in der Regel immer noch überwiegend eher defensiv. Mehr und mehr allerdings setzt sich die Erkenntnis durch, dass gerade die lokale Verankerung ein großes Pfund ist, mit dem viel stärker gewuchert werden müsste. Denn örtliche Nähe zum Kunden bedeutet auch Nähe im übertragenen Sinn, bedeutet Service, Kompetenz, Zuwendung, Verlässlichkeit – womöglich Vertrautheit. Sollte es jedenfalls.

„Kauf lokal“ lautet das Motto dieser Sonderausgabe des Mindener Tageblatts, mit der wir wieder alle Haushalte des Verbreitungsgebiets beliefern, nicht nur die regulären Abonnenten und treuen oder gelegentlichen Kioskkäufer. Wir tun das durchaus auch im eigenen Interesse: Um Menschen, die uns nicht kennen, zeigen zu können, was lokaler Journalismus in der Region leistet. Ja, auch unser Produkt „Zeitung“, sei es gedruckt, als digitale Ausgabe oder als Internet-Dienst, möchte gekauft werden.

In diesem speziellen Fall allerdings bündeln wir als lokaler Anbieter von Informationen und Services unsere Möglichkeiten mit denen des heimischen Handels und der heimischen Dienstleistungen. Wir zeigen mit dieser Sonderaususgabe, wie sich heimische Unternehmen im neuen Wettbewerb schlagen – und warum es lohnt, die Nähe zu suchen. Und wir zeigen, warum lokale Zeitung und lokale Wirtschaft für lokale Kunden eine besonders attraktive Kombination sind – gedruckt und digital.“

Von Christoph Pepper, MT-Chefredakteur

 

Die Sonderausgabe gibt es auch als PDF-Version. Diese kann hier heruntergeladen werden.

Ein blätterbares eMag der Sonderausgabe ist hier verfügbar.

ePaper-Leser können die Sonderausgabe digital im ePaper am Desktop bzw. auf dem Npotebook oder als Sonderausgabe in ihrer ePaper-App auf Tablet oder Smartphone lesen.

Das Smartphone im Redaktionseinsatz – Schulung für Freie Mitarbeiter

Die Sefie-Stange wird beim MT hauptsächlich benutzt, wenn Redakteure live berichten. Für Gruppenfotos funktionieren sie auch. MT-Foto: Jan Henning Rogge

In der MT-Redaktion ist das Smartphone im Dauereinsatz: Das Foto vom Brand und der Straßensperung kommt in Echtzeit, das kurze Video wird ebenfalls schnell aufgenommen, ein kurzes Statement. Live-Berichte, Twitter, Facebook, Instagram – manchmal fragen sich auch altgediente Redakteure, wie sie jemals ohne diese kleinen mobilen Tausendsassa ihre Arbeit verrichten konnten.

Doch die leistungsstarken Taschencomputer haben auch ihre Grenzen: Wieso wird ein herangezoomtes Bild so pixelig? Und warum sehen Handyvideos immer nach Handyvideo aus? In einer Schulung für Freie Mitarbeiter erklärte MT-Onlineredakteur den Teilnehmern die technischen Hintergründe, erklärte Tricks und Kniffe, um ein Handyvideo professioneller wirken zu lassen und erklärte, wo das Mobilgerät an seine Grenzen kommt. Eine Einführung in den Bildaufbau, Perspektiven und Aufbau und Durchführung von Interviews rundeten die Schulng ab

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Langjähriger Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Neuen Westfälischen Wolfgang Kaeller verstorben

Wolfgang Kaeller. Foto: Andreas Zobe/NW

Das Medienhaus „Neue Westfälische“ trauert um Wolfgang Kaeller. Der langjährige Mitgesellschafter und Geschäftsführer ist am vergangenen Dienstag im Alter von nur 57 Jahren gestorben.

Sein altes Büro im Verlagshaus hat noch keine neue Verwendung gefunden. Erst zum Ende des Jahres 2015 war Wolfgang Kaeller aus dem Unternehmen ausgeschieden, das sein Vater Hans-Reinhard vor genau 50 Jahren mitbegründet hatte. Aus der „Westfälischen Zeitung“, die Kaellers Familie in die Fusion mit der „Freien Presse“ einbrachte, wurde die „Neue Westfälische“ und seit 1998 vertrat Wolfgang Kaeller das Familienerbe im Gesellschafterkreis der NW.

Er schlug eine durchaus typische Verlegerkarriere ein und war doch kein typischer Verleger. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft folgten Ausbildungsstationen in anderen Verlagen und der Eintritt in die „Neue Westfälische“ im Jahr 1992. Zunächst noch gemeinsam mit dem Vater, später dann allein wirkte der Diplom-Kaufmann ab 1993 als Geschäftsführer im Verlagshaus. Wichtige Weichenstellungen sind erfolgt, weitreichende Entscheidungen gefallen, und Kaeller hatte einen gewichtigen Anteil am Erfolg und Wachstum des größten Medienhauses in Ostwestfalen.

Als er sich entschloss, seine Anteile abzugeben, tat er dies aus sehr persönlichen Gründen. Er wollte mehr Zeit für seine Familie haben. Doch war ihm keine lange Zeit mehr vergönnt für das neue Leben jenseits der beruflichen Zwänge.

Quelle: NW