Daily Archives: 14. Februar 2017

Interessante Ortsgeschichte und mehr: Das neue Porta Extra ist erschienen

Das Stadtmagazin Porta extra behandelt seit nunmehr 16 Jahren auch Themen, für die im redaktionellen Tagesgeschäft oft Zeit und Platz fehlen. Ortskundige Detailbetrachtungen zählen dazu.

Die Titelseite des aktuellen „Porta Extra“-Magazins. Repro: MT

So widmet sich das aktuelle Stadtmagazin der Frage nach der Herkunft von zwei Straßennamen in Hausberge und Barkhausen, die mit der Familie Schwartze verbunden sind und mithin den Blick auf interessante Ortsgeschichte lenken.

Neben anderen historischen und aktuellen Themen enthält die Februar-Ausgabe einen Streifzug durchs winterliche Porta. Die beliebte plattdeutsche Geschichte zählt ebenso zum gewohnten Extra-Programm wie Rätsel, Termine und die Apotheken-Notdienste.

MT-Leser erhalten das Stadtmagazin heute zusammen mit der Zeitung. Den restlichen Haushalten in Porta Westfalica wird Porta extra zugestellt. Es liegt außerdem in Geschäften aus und ist in der MT-Geschäftsstelle erhältlich.

Porta extra ist außerdem in digitaler Form als e-Magazin auf MT.de abrufbar.

MT-Redaktion entscheidet sich gegen Veröffentlichung des WPA-Siegerfotos

Das Weltpressefoto des Jahres 2017 zeigt das Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara im Dezember 2016. Dafür wird der türkische Fotograf Burhan Ozbilici von der Nachrichtenagentur AP mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, teilte die Stiftung World Press Photo am Montag in Amsterdam mit. Die Jury würdigte das Foto als ein „explosives Bild, das den Hass in unserer Zeit ausdrückt.“

Die „Panorams“-Seite der gedruckten MT-Ausgabe vom 14.2. zeigt das Siegerfoto der WPS.Kategorie „Natur“. Repro: MT

Der Fotograf Ozbilici war am 19. Dezember bei der Eröffnung einer Kunstausstellung in Ankara, als ein junger türkischer Polizist plötzlich eine Waffe zog und den russischen Botschafter Andrej Karlow erschoss. Der Attentäter hatte mehrfach „Vergesst Syrien nicht“ gerufen. Er war anschließend von Sicherheitsbeamten getötet worden.

Die Jury hatte das Siegerfoto aus über 80 000 Einsendungen ausgewählt. Insgesamt wurden 45 Fotografen in acht Kategorien ausgezeichnet, darunter drei Deutsche. Mehr als 5000 Fotografen aus 125 Ländern hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis für das beste Pressefoto des Jahres wurde zum 60. Mal verliehen.

Anders als in früheren Jahren hat sich die MT-Redaktion entschlossen, diesmal nicht das Siegerfoto der Hauptkategorie zu veröffentlichen. Auch wenn es zweifellos ein Dokument der Zeitgeschichte ist und – wie die Jury schreibt – ausdrucksvoll „den Hass unserer Zeit“ schildert, verletzt es unserer Auffassung nach die Menschenwürde des abgebildeten Opfers, das hier neben aller Dokumentation auch zum Objekt fragwürdiger Schaulust gemacht wird.  Dazu trägt die geradezu schauspielerische Pose des triumphierenden Täters zusätzlich bei. Statt dieses Fotos hat die Redaktion in der Printausgabe heute den Bericht über den „World Press Photo“-Wettbewerb mit dem Siegerfoto in der Kategorie „Natur“ illustriert und gleichzeitig begründet, warum es das Siegerfoto der Hauptkategorie nicht zeigt.

 

Die ausgezeichneten Fotos werden in einer Ausstellung gezeigt, die in zunächst am 14. April in Amsterdam und anschließend 45 Ländern zu sehen ist.