Daily Archives: 3. Februar 2017

Eine „Fußballromantikerin“ verstärkt den MT-Sport

Aller Anfang…: MT-Sportredakteur Sebastian Külbel macht die neue Kollegin Astrid Plaßhenrich mit dem Redaktionssystem vertraut. Foto: Alex Lehn

Aller Anfang…: MT-Sportredakteur Sebastian Külbel macht die neue Kollegin Astrid Plaßhenrich mit dem Redaktionssystem vertraut. Foto: Alex Lehn

Ein neues Gesicht in der MT-Redaktion: Seit dem 1. Februar verstärkt Astrid Plaßhenrich das Sportressort. Die 36-Jährige kommt aus Schloß Holte-Stukenbrock. Dort betreute sie zuletzt für die „Neue Westfälische“ den kompletten Lokalsport. Fußball, Handball, Leichtathletik. Aber eben auch Korbball oder Eiskunstlaufen. In der bunten Welt des Lokalsports ist der studierten Historikerin wenig unbekannt.

Ihr Spezialgebiet ist der Fußball. 26 Jahre hat sie selbst gespielt. Sie sympathisiert mit Arminia Bielefeld, doch ihr Herz schlägt für Werder Bremen. Sie bezeichnet sich als „Fußballromantikerin“. Was das heißt? Nun, zum Beispiel am kommenden Dienstag nach Heidelberg zu fahren, um sich dort in der Nachbarschaft das wenig Spielspaß versprechende Achtelfinale im DFB-Pokal zwischen dem Regionalligisten FC Astoria Waldorf und Arminia Bielefeld anzuschauen. Einfach so.

Ihre zweite und neue sportliche Heimat ist der Laufsport. Dreimal die Woche geht es raus, gern über Strecken im Bereich von „zehn Kilometern plus“. Frische Luft in die Lungenflügel, Kopf frei.

Astrid Plaßhenrich hat einerseits den klassischen Weg einer Sportjournalistin durchlaufen und als freie Mitarbeiterin des Westfalen Blatts und der Neuen Westfälischen Sporthallen und Sportplätze in ganz OWL kennengelernt.

Das Volontariat führte sie jedoch in einen ganz anderen Bereich: Bei der „Medienfabrik“, einem Ableger der Bertelsmann-Gruppe, erlernte sie das journalistische Handwerk und übte sich dort in der Ausbildung wie auch als Redakteurin in Tätigkeiten abseits der klassischen Tageszeitungsroutinen. Während der Olympischen Spiele in Vancouver, in Peking und in Sotschi betreute sie den täglichen Newsletter für das Deutsche Haus.

Sie hat Spaß am Lokalsport, aber es darf gern auch mal international sein: Als Mitarbeiterin eines Radsportmagazins in Melbourne schaute die Ostwestfalin im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes mal von der anderen Seite der Erde auf die Sportwelt.

Es muss auch nicht immer Sport sein: Im Segment PR und Corporate Publishing ist die 36-jährige Autorin für das deutschlandweit erscheinende Fachmagazin „Der Küchenplaner“ im Einsatz.

Astrid Plaßhenrich besetzt in der MT-Sportredaktion den Platz, der nach dem Ausscheiden des langjährigen Handball-Experten Jürgen Knicker frei geworden war. Ihre Texte werden im MT am Kürzel „apl“ zu erkennen sein. Sie ist künftig unter der Rufnummer 0571-882173 telefonisch zu erreichen oder per E-Mail an astrid.plasshenrich@mt.de

Am Rande und zum Abschluss sei noch angemerkt: Astrid Plaßhenrich ist die erste Redakteurin in der bislang ausschließlich von Männern – derzeit sind es fünf – betreuten Sportredaktion. Damit sei, so bat ein Kollege zu notieren, die „letzte Männer-Bastion“ in der MT-Gesamtredaktion gefallen. Man dankt für den Hinweis. Uns wär es sonst nicht aufgefallen 😉

Von Marcus Riechmann, Leiter Sportredaktion

 

Bei J.C.C. Bruns werden jetzt Medienkaufleute ausgebildet

Fetsnetztelefon und Schreibmaschine - das war einmal. Die Ausbildung im Medienunternehmen hat sich gewandelt. Foto: BillionPhotos.com/Fotolia

Fetsnetztelefon und Schreibmaschine – das war einmal. Die Ausbildung im Medienunternehmen hat sich gewandelt. Foto: BillionPhotos.com/Fotolia

Es gibt zwei Wege, mit dem Fachkräftemangel umzugehen: a) bedauern, bejammern und beklagen. Oder b) aktiv etwas dagegen tun. Bei J.C.C. Bruns geht man traditionell den zweiten Weg. Den aktuell 320 Mitarbeitern der gesamten Unternehmensgruppe und noch einmal fast ebenso vielen Zustellern stehen derzeit 14 Auszubildende sowie drei Volontäre beziehungsweise Volontariatspraktikanten gegenüber. Damit stellt sich J.C.C. Bruns auch seiner gesellschaftlichen Verpflichtung, jungen Leuten ein vernünftiges, fundiertes und vor allem zeitgemäßes Rüstzeug für ihre berufliche Entwicklung mit auf den Weg zu geben.

Für das Ausbildungsjahr 2017 hatte man sich entschieden, künftig Medienkaufleute auszubilden – und keine Industriekaufleute mehr. Zwei Ausbildungsplätze wurden bereits zum 1. August vergeben. „Der Grund für diese Entscheidung war, dass wir bekanntlich kein echtes Industrieunternehmen mit richtigen Industrieprodukten sind“, sagt Lars Kohlmeier, Leiter der Personalabteilung. „Einkauf oder Verkauf beispielsweise funktionieren bei uns ganz anders – was auch die Azubis in der Berufsschule immer wieder feststellen mussten.“ Schon länger trug man sich im Unternehmen mit dem Gedanken dieser Neuausrichtung, die nun realisiert werden konnte.

Ausbildung2

Die letzten ihrer Art:Celine Wiesinger, Milena Hohmeyer und Theresa Koch absolvieren seit Sommer ihre Ausbildung zur Industriekauffrau. Foto: Lehn

Als angehende Medienkaufleute lernen die Azubis in einer speziell auf die Medienbranche abgestimmten Ausbildung alle Facetten dieses vielseitigen Berufs kennen. „Alle Bereiche des Verlages sind so viel stärker repräsentiert, als das bisher der Fall war“, erläutert Verlagsreferentin  Janina Auer, die gemeinsam mit Lars Kohlmeier die Ausbildung organisiert. „Diese Ausbildung passt einfach besser zu unserem Unternehmen.“ Eine gewisse Affinität zum Themenbereich Medien sollten die jungen Leute, die sich für diesen Beruf interessieren, also mitbringen. In Zeiten des allgegenwärtigen Smartphones und der regen Nutzung sozialer Netzwerke ist das für die meisten eine Selbstverständlichkeit.

Dass 2017 nur zwei Medienkaufleute ausgebildet werden, hat einen einfachen Grund: Qualität vor Quantität lautet die Devise. Und das erhöht im Anschluss an den Abschluss auch die Chance auf eine Übernahme bei entsprechenden Leistungen. Früher wurde über Bedarf ausgebildet, um den Schulabgängern erst mal eine erste Perspektive zu bieten. Mittlerweile wird es für praktisch alle Ausbildungsbetriebe immer schwerer, geeignete Azubis zu finden. Die Abiturienten zieht es immer mehr an die Hochschulen.

Für die Ausbildung nach eigenem Bedarf gibt es bei J.C.C. Bruns gute Gründe. Einer davon ist die demografische Entwicklung, die auch hier zu spüren ist. Für Kolleginnen und Kollegen, die in absehbarer Zeit in den Ruhestand verabschiedet werden, müssen junge Leute nachrücken. 2016 wurde damit begonnen, die Altersstruktur in der Unternehmensgruppe zu analysieren. Bei der Personalentwicklungsplanung will man den Finger am Puls behalten, um keine Überraschungen zu erleben, wenn jemand ‚plötzlich’ in Rente geht.

Lars Kohlmeier und Janina Auer betreuen die künftigen Medienkaufleute bei ihrer Ausbildung. Foto: Alex Lehn

Lars Kohlmeier und Janina Auer betreuen die künftigen Medienkaufleute bei ihrer Ausbildung. Foto: Alex Lehn

Schwerpunkte der neuen Ausbildung zum Medienkaufmann beziehungsweise zur Medienkauffrau ergeben sich aus dem vernetzten abteilungsübergreifenden Handeln. Das betrifft die Vermarktung von Medien, Werbung in Print und Digital sowie der Mediaboxen. Die Ausbildung umfasst zudem Werbung und Marketing sowie Vertriebswege und Vertriebskonzepte. Auch die Gestaltungsgrundsätze von Digital- und Printmedien werden den Azubis im Verlagshaus J.C.C.Bruns nahe gebracht, sie lernen die Koordination von Abläufen in Magazinen, der Tageszeitung oder digitalen Projekten kennen und erfahren, was es bei den Schnittstellen in den einzelnen Produktionsprozessen zu beachten gilt.

Natürlich kommt der „gute alte Teil der kaufmännischen Ausbildung“ nicht zu kurz. Daher durchlaufen die Auszubildenden die entsprechenden Abteilungen Finanzbuchhaltung und Controlling sowie die Abteilungen Personalwesen und IT.

Die Azubis finden im Laufe der Zeit heraus, für welche Schwerpunkte sie das richtige Händchen haben. Drei Jahre dauert die Ausbildung zur Medienkauffrau/zum Medienkaufmann. Nach erfolgreichem Abschluss können die frischgebackenen Medienkaufleute in den verschiedensten Bereichen des Verlagshauses arbeiten und sind fit für die Medienwelt.

Quelle: johann! Nr.1, Frühjahr 2017