Monthly Archives: Januar 2017

Die Afrika-Reise von MT-Redakteur Karsten Versick ist fast vorbei

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Ist dies nun Wunschdenken oder eine Art “Tüv”-Siegel? MT-Foto: Karsten Versick

Nachdem Karsten Versick einige, detaillierte Impressionen aus Nairobi nach Deutschland schicken konnte, setzte er seine Reise mit der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen (DGVN) nach Addis Abeba fort. Bis Dienstag absolvieren die sechs Journalisten eine vergleichbare Tour wie in Nairobi, um die Umsetzung der UN-Projekte in einem anderem afrikanischen Land zu begutachten.

Am Mittwoch reisen alle Berichterstatter zurück nach Deutschland. Wir sind gespannt auf die Erlebnisse und Geschichten die Kollege Versick berichten wird.

Von Hans-Georg Gottfried Dittmann, Volontär

Nachts Zeitungen austragen, tagsüber Deutsch lernen: Flüchtlinge als MT-Zusteller

Die Arbeit als Zusteller gibt den Flüchtlingen eine Chance, ihr Leben zu ordnen. J.C.C.Bruns ist Mitbegründer der Initiative "Flüchtlinspartner Minden". Foto: Alex Lehn

Die Arbeit als Zusteller gibt Flüchtlingen eine Chance, ihr Leben zu ordnen. J.C.C.Bruns ist Mitbegründer der Initiative “Flüchtlinspartner Minden”. Foto: Alex Lehn

Zwei junge Männer aus Afghanistan haben nach einer abenteuerlichen Flucht
in Minden ein neues Zuhause gefunden. Sie arbeiten als Zeitungszusteller beim MT.

Jamal Imari (Name von der Redaktion geändert) hat einen Traum. Er will Journalist werden. Er will spannende Themen recherchieren, packende Berichte schreiben, Geschichten erzählen. Geschichten über Ereignisse und über andere Menschen. Dabei bietet sein eigenes Leben schon genug Stoff für eine ganze Zeitung. Jamal Imari ist 22 Jahre alt. Er stammt aus Afghanistan. Jeden Morgen trägt er das druckfrische Mindener Tageblatt in der Altstadt aus. Schon mal ein Anfang.

In seinem Heimatland studierte er im dritten Semester Journalistik. Nebenbei hatte er einen Buchladen. Und war umgeben von Unruhen, Gewalt, Missbrauch. Das Grauen ist schwer in Worte zu fassen. Für Jamal Imari war das lange Zeit gelebte Realität. Er arrangierte sich damit. Irgendwie. Doch mit der Zeit schnürte ihm die Angst immer weiter die Kehle zu, nahm ihm die Luft zum Atmen.

Jamal Imari verkaufte seinen Laden und investierte das Geld in ein Flugticket in den Iran. Seine Odyssee begann am 6. August 2015. Er ließ alle zurück: Vater, Mutter, Schwester, die drei Brüder und sein gesamtes soziales Umfeld. In den folgenden Monaten floh er über die Türkei, Griechenland und Mazedonien. Per Flugzeug, Bus, Boot, Zug, Auto oder zu Fuß – jedes Fortbewegungsmittel war ihm recht. Er wollte nur eines: weg.

Nach 76 Tagen kam der junge Afghane endlich in Deutschland an. Anfangs war er im Sauerland untergebracht, später kam er nach Minden. Zurzeit lebt er in einer Wohngemeinschaft. Beim Mindener Tageblatt arbeitet er jeden Morgen, von halb zwei Uhr nachts bis sechs Uhr morgens. Schwingt sich auf sein Fahrrad, holt die zu verteilenden Zeitungen ab, bepackt die Seitentaschen und den Anhänger, der hinten am Fahrrad montiert ist. Die Mindener Altstadt ist sein Revier. Schnell kannte er sich hier aus, war mit den Vorlieben der Leser vertraut. Der eine möchte seine Zeitung ganz gerade, auf keinen Fall gerollt im Briefkasten vorfinden. Der andere bittet darum, die Gartentür geschlossen zu halten, damit der Hund nicht wegläuft.

Jamal Imari ist beim Mindener Tageblatt nicht der einzige Zusteller aus Afghanistan. Auch sein Landsmann Nuri Baizu (Name von der Redaktion geändert) verteilt die neuesten Nachrichten. In der Nordstadt. Zwei Monate war der 19-Jährige zu Fuß auf der Flucht. Jetzt lernen beide erst einmal Deutsch. Nach den ersten grundlegenden Sprachkursen drücken Jamal und Nuri nun täglich die Schulbank, um die fremde Sprache möglichst schnell zu perfektionieren. Denn eines steht fest: ohne Sprache keine Integration. Und integrieren wollen sie sich. Die zwei haben einen Flüchtlingspaten an ihrer Seite. Claus Kynast ist pensionierter Polizist. Er engagiert sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Dank seines Netzwerkes ist der Kontakt zur Unternehmensgruppe J.C.C. Bruns entstanden, die sich in der Initiative „Flüchtlingspartner Minden“ engagiert.

Die Aufgabe als Zusteller schien ideal für die beiden jungen Männer aus Afghanistan. Zwei Wochen lang machten sie ein Praktikum. Machten es so gut, dass der Verlag den Gang durch die Instanzen aufnahm: Und der war langwierig. Fast zwei Monate dauerte es, bis Teamleiterin Olga Giesbrecht alle erforderlichen Papiere und Genehmigungen zusammenhatte, die die Voraussetzung für die Arbeitsgenehmigung waren. „Da ist man als Betrieb auf sich allein gestellt, herauszufinden, wie das funktioniert.“ Ablaufpläne oder Vorgaben, an denen man sich entlanghangeln könnte, gibt es nicht. Vielmehr sind Geduld und Ausdauer gefragt, um dem Antrag auf Einstellung zum Erfolg zu verhelfen.

„Arbeit zu haben“, sagt Flüchtlingspate Claus Kynast, „das ist immens wichtig für das Selbstwertgefühl, für einen strukturierten Alltag. Der wäre sonst von Langeweile und Grübelei bestimmt.“ Seiner Meinung nach braucht es viel mehr Unterstützung und Hilfe, damit die vor Krieg und Gewalt geflohenen Menschen eine reelle Chance haben, ihre Träume verwirklichen zu können. So wie Jamal Imari, der Journalist werden will – nach wie vor.

Quelle: “johann!” Nr.1, Frühjahr 2017

Halbzeit auf der Afrika-Reise von MT-Redakteur Karsten Versick

Zutritt ins UN-Hauptquartier - nur mit diesem Ausweis. MT-Foto: Karsten Versick

Zutritt ins UN-Hauptquartier – nur mit diesem Ausweis. MT-Foto: Karsten Versick

Am Samstag geht es für unseren Kollegen Karsten Versick und die fünf anderen Mitglieder der DGVN-Journalistengruppe weiter nach Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. Ein guter Zeitpunkt also, um ein kleines Zwischenfazit zu ziehen.

Nach der Ankunft in Nairobi folgte am Mittwoch ein kompletter “Field Day”, an dem die Berichterstatter einzelne Projekte vor Ort begutachten konnten. Unter anderem stand ein Besuch bei der Primary-School St. Btahika & St. Michaels in Imara Daima, einem Vorort von Nairobi, auf dem Programm. Karsten Versick überreichte bei dieser Gelegenheit die Geschenke des MT, einen Karton Buntstifte und Kugelschreiber, an Schwester Mary Killen vom Orden “Sisters of Mercy” (Foto).

Karsten Versick mit Schwester Mary Killeen, aus Irland. MT-Foto: Karsten Versick

Karsten Versick mit Schwester Mary Killeen, aus Irland. MT-Foto: Karsten Versick

Nach dem Besuch der Grundschule reisten die Journalisten weiter in einen Slum in Mlolongo, ebenfalls ein Vorort von Nairobi. Ein zentrales Projekt an diesem Ort sind sogenannte “Wasser-Kioske”, die mit deutschen Geldern finanziert werden. Dort sollen die Slum-Bewohner sauberes Trinkwasser erhalten – eine rare Ressource in allen wild gewachsenen Armenvierteln Arfikas.

Kartsen Versick vor der UN-Niederlassung in Nairobi. Foto: DGVN

Kartsen Versick vor der UN-Niederlassung in Nairobi. Foto: DGVN

Das Programm am Donnerstag stand im kompletten Gegensatz zum “Field Day”-Mittwoch. Versick und seine Kollegen verbrachten den ganzen Tag im UN-Hauptquartier in Nairobi (oberes Foto). “Viel Theorie und Meetings waren angesagt”, sagte Versick. Höhepunkt der Besichtigung und Treffen im der war das Gespräch mit Dr. Ibrahim Thiaw, stellvertretender Direktor des UN-Umweltprogramms (unteres Foto).

Dr. Ibrahim Thiaw stammt aus Mauretanien. MT-Foto: Karsten Versick

Dr. Ibrahim Thiaw stammt aus Mauretanien. MT-Foto: Karsten Versick

“Bislang ist das Programm sehr ambitioniert”, fasst Versick sein Zwischenfazit zusammen. ” Es geht jeden Morgen um 7 Uhr  los – 5 Uhr Mitteleuropäischer Zeit – und wir kommen erst abends zurück.”

Bevor es am Samstag weiter nach Addis Abeba geht, steht am heutigen Freitag noch ein weiterer Tag in Nairobi an. Versick erwartet “eine Mischung aus UN- und ‘Field’-Tag”. Die Kombination aus Einblick in die Verwaltung und der Besichtigung der Ergebnisse vor Ort zeigt den Journalisten sehr deutlich, wie schnell Ideen und Pläne in die Praxis umgesetzt werden – oder eben nicht.

Von Hans-Georg Gottfried Dittmann, Volontär

 

 

Seit mehr als zehn Jahren: Mit der MT-Karte profitieren Abonnenten bei zahlreichen Marktpartnern von attraktiven Preisvorteilen

Mit der MT-Karten profitieren Abonnenten von zahlreichen Preisvorteilen im heimischen Handel, Handqwerk oder Dienstleistungsbereich, bei Veranstaltungen aller Art - und natürlich auch beim MT und seinen Schwesterunternehmen. Archiv-Foto: Manfred Otto

Mit der MT-Karten profitieren Abonnenten von zahlreichen Preisvorteilen im heimischen Handel, Handwerk oder Dienstleistungsgewerbe sowie bei Veranstaltungen aller Art – und natürlich auch beim MT und seinen Schwesterunternehmen. Archiv-Foto: Manfred Otto

Sie wird beim Bäcker gezückt, im Fitnessstudio, beim Tanken, im Lieblingsrestaurant oder beim Ticketkauf: Seit mehr als zehn Jahren ist die MT-Karte für viele Abonnenten des Mindener Tageblatts ein unverzichtbarer Begleiter. Einer, der beim Sparen hilft, denn gegen Vorlage der MT-Karte gewähren regionale Firmen aus unterschiedlichsten Branchen Boni.

Und so funktioniert es: Alle Abonnenten, die das Mindener Tageblatt von montags bis samstags beziehen – sogenannte Vollabonnenten – erhalten ihre MT-Karte kostenlos per Post. Um sie freizuschalten, muss der beiliegende Aktivierungsauftrag ausgefüllt an den Verlag zurückgeschickt werden. Ist dies erledigt, kann die MT-Karte bei rund 200 Marktpartnern in der Region eingesetzt werden.

„Man legt einfach bei jedem Einkauf bei einem der Marktpartner die MT-Karte vor und der Bonus wird automatisch dem Kartenkonto gutgeschrieben“, erläutert Nicola Waltemathe, Projektverantwortliche im Marketing des Verlags. Sobald sich 5 Euro oder mehr angesammelt haben, wird der Betrag auf das Bankkonto des Karteninhabers überwiesen. Welche Firmen mitmachen und welche Aktionen darüber hinaus stattfinden, erfährt man aus dem dreimal jährlich erscheinenden „Premium Magazin“, den monatlich ebenfalls im Magazin-Format erscheinenden Vorteilsseiten im Mindener Tageblatt sowie im Internet auf der eigenen URL www.mt-karte.de.

Viele Firmen – quer durch alle Branchen – sind Partner der MT-Karte. „Das Attraktive an der MT-Karte ist sicherlich, dass sie im Unterschied zu anderen Kundenkarten nicht nur bei einem oder bei einigen wenigen Partnern akzeptiert wird“, findet Nicola Waltemathe. Die MT-Karte kann in vielen Geschäften des täglichen Bedarfs eingesetzt werden, aber auch in Handwerksbetrieben, Apotheken, im Lieblingsrestaurant oder beim Heilpraktiker. Auch Friseure, Autowerkstätten und Reisebüros gewähren Boni.

Selbstverständlich kann man als Abonnent auch beim Mindener Tageblatt selbst sowie weiteren Unternehmen der J.C.C.Bruns-Gruppe bares Geld sparen – zum Beispiel bei der Schaltung privater Kleinanzeigen sowie bei Gruß-, Hochzeits- und Geburtsanzeigen. Ob Kurztrip oder Wochenendreise: Mit der MT-Karte schont man im unternehmenseigenen Reisebüro „Media-Reisen“ schon bei der Buchung ausgewählter Leserreisen die Urlaubskasse. Besonders häufig Gebrauch gemacht wird von den Vergünstigungen des express-Ticketservice. Nicola Waltemathe: „Ob Rock, Pop, Jazz, Klassik, politisches Kabarett oder Comedy – bei vielen Veranstaltungen sind mit der MT-Karte Direktrabatte von bis zu 25 Prozent drin.“ „Bühnenreif“ ist in diesem Zusammenhang sicherlich auch die langjährige Kooperation mit dem Mindener Stadttheater. Vor dem Start der jeweiligen Spielzeit legen das MT und das Theater eine Vielzahl interessanter Veranstaltungen fest, die beim express-Ticketservice im Vorverkauf 10 Prozent günstiger zu haben sind. Dieser Rabatt bezieht sich auf bis zu zwei Karten je Veranstaltung.

Quelle: johann! Ausgabe Nr.1

“Rückblende 2016”: BDZV-Karikaturenpreis 2016 geht an Martin Erl

Der erste preis des Karikaturenpreises ging an Martin Erl für dieses in der Würzburger "Main-Post" veröffentlichte Motiv. Repro: BDZV

Der erste Preis des Karikaturenwettbewerbs “Rückblende 2016” ging an Martin Erl für dieses in der Würzburger “Main-Post” veröffentlichte Motiv. Repro: BDZV

Der vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschriebene „Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen“ geht in diesem Jahr an Martin Erl. Er zeichnet für mehrere lokale und regionale Titel, preisgekrönt wird eine Arbeit, die in der „Main-Post“ (Würzburg) erschienen ist. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am 23. Januar 2017 in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin überreicht.

Zum 33. Mal werfen hier Fotografen und Karikaturisten einen Blick auf das vergangene politische Jahr. Platz zwei und 2.000 Euro gehen an Greser & Lenz („Frankfurter Allgemeine Zeitung“). Den dritten Preis (1.000 Euro) erhält Nel („Thüringische Landeszeitung“, Weimar). Am Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen im Rahmen der “Rückblende 2016” haben 67 Karikaturistinnen und Karikaturisten teilgenommen.

Zweiter Preis für Greser & Lenz (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Repro: BDZV

Zweiter Preis für Greser & Lenz (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Repro: BDZV

Preisgekrönt werden bei der „Rückblende 2016″ auch die besten politischen Fotografien des vergangenen Jahres. Staatssekretärin Heike Raab übergibt den von der rheinland-pfälzischen Landesvertretung gestifteten ersten Preis in Höhe von 7.000 Euro an Krisztian Bocsi(Bloomberg). Er erhielt den Deutschen Preis für politische Fotografie für ein Bild, das die neue britische Premierministerin Theresa May vor dem Bundeskanzleramt beim Aussteigen aus dem Wagen zeigt. Platz zwei geht an Jan Scheunert (Freier Fotograf). Philipp Breu (freier Fotograf) erhält den dritten Preis. Um den Fotopreis der Landesvertretung Rheinland-Pfalz bewarben sich 213 Fotografinnen und Fotografen.

Nach der Premiere in Berlin geht die Ausstellung „Rückblende“ auf Reisen und wird in Trier, Koblenz, Bonn, Mainz, Leipzig, Neustadt an der Weinstraße und Brüssel gezeigt.

Drittplatzierter beim Karikaturenpreis 2016 des des BDZV: Nel (Thüringische Landeszeitung)

Drittplatzierter beim Karikaturenpreis 2016 des des BDZV: Nel (Thüringische Landeszeitung)

Anlässlich der Preisverleihung in Berlin bezog der Hauptgeschäftsführer des BDZV, Dietmar Wolff, auch Stellung zur aktuellen Diskussion um sogenannte Fakenews. Die Auseinandersetzung damit durch Medien, Politik und nicht zuletzt das Publikum selbst sei wichtig, werde mittlerweile aber übertrieben, sagte Wolff. Falschmeldungen und Propaganda seien verwerflich, es handele sich jedoch um kein neues Phänomen. Neu sei hingegen die Schnelligkeit und schiere Masse, mit der Falschmeldungen gleichsam in Echtzeit rund um den Globus durch Digitalisierung und Social Media Verbreitung fänden. Wolff machte deutlich, dass Zensurmaßnahmen, und seien sie noch so gut gemeint, nur eine Scheinlösung böten. „Wir selbst müssen für Akzeptanz und Vertrauen bei unseren Lesern, Nutzern, Zuschauern sorgen – Tag für Tag mit unseren Produkten, der Qualität unserer Arbeit und Transparenz unserer Arbeitsprozesse.“

Die britische Premierministerin, Theresa May kommt im Bundeskanzleramt zum GesprŠch mit der Bundeskanzlerin und weiteren Staats- und Regierungschefs an.  Berlin, 18.11.2016 Foto: Krisztian Bocsi

Die britische Premierministerin, Theresa May kommt im Bundeskanzleramt zum GesprŠch mit der Bundeskanzlerin und weiteren Staats- und Regierungschefs an.
Berlin, 18.11.2016
Foto: Krisztian Bocsi