Monthly Archives: April 2016

Verleger Rainer und Sven Thomas berufen MT-Chefredakteur Christoph Pepper zum Mitherausgeber

Die Geschäftsführer der J.C.C. Bruns Betriebs GmbH Sven Thomas (l.) und Carsten Lohmann (r.), mit MT-Chefredakteur Christoph Pepper, der jetzt von den Verlegern Rainer und Sven Thomas zum Mitherausgeber berufen wurde. Foto: Alexander Lehn

Die Geschäftsführer der J.C.C. Bruns Betriebs GmbH Sven Thomas (l.) und Carsten Lohmann (r.) mit MT-Chefredakteur Christoph Pepper, der jetzt von den Verlegern Rainer und Sven Thomas zum Mitherausgeber berufen wurde. Foto: Alexander Lehn

Die Verleger und Herausgeber des Mindener Tageblatts, Rainer und Sven Thomas, haben den langjährigen Chefredakteur der Zeitung, Christoph Pepper, als weiteren Herausgeber berufen.

Pepper, der im Oktober 2016 25 Jahre an der Spitze der Redaktion stehen wird, hat diese Funktion mit Wirkung vom 1. Mai 2016 zusätzlich zu seiner Aufgabe als Chefredakteur übernommen. Er wird damit noch stärker in die publizistische Verantwortung für die Wahrung der unabhängigen redaktionellen Linie der Mindener Heimatzeitung eingebunden. Zugleich soll er sich im Zeichen der digitalen Transformation intensiv mit der Weiterentwicklung des Mindener Tageblatts, seiner digitalen Kanäle sowie der weiteren journalistischen Produkte der Unternehmensgruppe J.C.C. Bruns befassen.

In diesem Zusammenhang scheidet Pepper in beiderseitigem Einvernehmen aus den Geschäftsführungen der J.C.C. Bruns Betriebs-GmbH und der J.C.C. Bruns Online & Service GmbH + Co KG aus. Die J.C.C. Bruns Betriebs-GmbH wird in Zukunft von den verbleibenden Geschäftsführern Sven Thomas und Carsten Lohmann geleitet, die J.C.C. Bruns Online & Service GmbH + Co KG von Lohmann allein.

Rainer und Sven Thomas sehen die Umstrukturierung der Unternehmensführung als weiteren konsequenten Schritt zur Zukunftssicherung des in sechster Generation im Familienbesitz befindlichen Unternehmens. Sie beendet die 2013 mit dem Ausscheiden von Senior-Gesellschafter Rainer Thomas aus der Geschäftsführung eingeleitete Um- und Neuorientierungsphase. Mit der neuen Konstellation an Unternehmens- und Verlagsspitze sehen Verleger und Gesellschafter den Traditionstitel Mindener Tageblatt ebenso wie die Unternehmensgruppe bestens für die aktuellen Herausforderungen des Medienwandels und des wirtschaftlichen Wettbewerbs in allen Unternehmensbereichen gerüstet.

Mindener Tageblatt mit eigenem Stand auf dem Hiller Markt

Copy of 2015_lehn4Das Mindener Tageblatt ist mit einem eigenen Stand auf der Gewerbeschau des Hiller Marktes vertreten. In der Zeit von Freitag, 29. April, bis Sonntag, 1. Mai, können sich die Besucher über alle Angebote der Tageszeitung und die Online-Angebote informieren.

Die Markt-Besucher bekommen Fragen zur Zustellung und zu Abonnement-Möglichkeiten beantwortet, können sich über Leserservice und Anzeigen informieren, oder Fragen zu den Online-Produkten des Mindener Tageblatts stellen.
Am Stand können die Besucher außerdem ihr Können beim Darts-Spiel unter Beweis stellen und Preise gewinnen. Die Redaktion ist ebenfalls an allen drei Tagen am Stand und beantwortet gerne Fragen der Leser. Die Besucher sind eingeladen, Wünsche und Kritik zu äußern, oder inhaltliche Fragen zu stellen.
Den Stand des Mindener Tageblatts finden Besucher gleich im Eingangsbereich des ersten Zeltes. Geöffnet ist die Gewerbeausstellung am Freitag und Samstag jeweils in der Zeit von 13.30 bis 20 Uhr und am Markt-Sonntag in der Zeit von 12 bis 19 Uhr.

Wirtschaftsmagazin „Menschen, Macher, Märkte“ ist erschienen

Informationen und Lesespaß gleichermaßen bietet die neue Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Menschen, Macher, Märkte“, die Ricarda Hägermann (Anzeigendisposition), Thomas Schönkneckt (Auftragskoordination) und Silvia Herrmann (Redaktion) hiert präsentieren.  Foto: Harald Fichtner

Informationen und Lesespaß gleichermaßen bietet die neue Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Menschen, Macher, Märkte“, die Ricarda Hägermann (Anzeigendisposition), Thomas Schönkneckt (Auftragskoordination) und Silvia Herrmann (Redaktion) hier präsentieren. Foto: Harald Fichtner

Wirtschaft ist spannend und vielfältig. Wer sie erleben will, muss seinen Blick nicht erst in die große weite Welt schweifen lassen. Ein Blick vor die Tür genügt vollkommen: In der Region gibt es einen gesunden Branchenmix und traditionsreiche Familienunternehmen.

Interessante Einblicke gewährt das Wirtschaftsmagazin „Menschen, Macher, Märkte“. Das druckfrische Heft liegt heute dem Mindener Tageblatt bei. Es ist sowohl für Einheimische und Zugezogene als auch für Endverbraucher und Geschäftskunden ein ebenso praktisches wie unterhaltsames Nachschlagewerk.

„Menschen, Macher, Märkte“ bietet neben Informationen über Händler, Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen und Dienstleister aus den unterschiedlichsten Branchen natürlich auch wieder jede Menge Lesevergnügen. Diesmal stellen sich 74 Unternehmen auf mehr als 80 Seiten vor. Die 33. Ausgabe vermittelt einmal mehr einen Eindruck von der Vitalität und dem ausgeprägten Unternehmergeist im Mühlenkreis.

Erfreulicherweise zeigen sich die heimischen Firmen von den aktuellen geopolitischen Risiken und Unwägbarkeiten weitgehend unbeeindruckt. Die Auftragsbücher vieler Betriebe sind randvoll und die Handwerkskonjunktur befindet sich laut Handwerkskammer „auf einem 25-Jahres-Hoch“.

Auch in Industrie, Dienstleistung und Handel sprechen laut Industrie- und Handelskammer viele Indikatoren für eine weiterhin gute wirtschaftliche Entwicklung der ostwestfälischen Unternehmen. Umsatz- und Beschäftigtenzahlen bewegen sich weiter auf sehr hohem Niveau. Deutlich mehr als 650.000 Menschen gehen in der Region einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach – ein Rekordwert.

OWL profitiert von der mittelständischen Struktur und der Mischung aus Konsum- und Investitionsgüterbranchen. Die Region Ostwestfalen und besonders der Mühlenkreis ziehen ihre wirtschaftliche Kraft aus Dominanz, Bodenständigkeit und Tugenden der kleinen und mittleren Unternehmen.

Erst jüngst bestätigte das Institut für Mittelstandsforschung Bonn die große volkswirtschaftliche Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU): In der Bedeutung als Arbeitgeber liegen die KMU in Westfalen weit vor denjenigen in den Metropolregionen Rheinland und Ruhrgebiet. In Westfalen sind etwa zwei von drei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in einem kleinen oder mittelständischen Betrieb tätig.

Die nächste Ausgabe von „Menschen, Macher, Märkte“ erscheint im Oktober. Die aktuelle Ausgabe gibt es als E-Magazin auf www.mt.de.

Schülerinnen und Schüler verbringen beim Girls’ und Boys’ Day einen Tag in der Redaktion

MT-Volontärin Annabell Bialas erklärt den Teilnehmern die Arbeit der Onlineredaktion. MT-Foto: Alex Lehn

MT-Volontärin Annabell Bialas erklärt den Teilnehmern die Arbeit der Onlineredaktion. MT-Foto: Alex Lehn

Pressegespräche und Termine gehören zum Alltag eines Zeitungsredakteurs. Gestern konnten zwölf Schülerinnen und Schüler beim Girls’ und Boys’ Day den Tag in der Redaktion des Mindener Tageblatts verbringen und einen eigenen Termin im Kommunalarchiv Minden wahrnehmen.
„Viereinhalb Kilometer Akten lagern hier“, sagt Archivleiter Vinzenz Lübben. „Würde man die Ordner aneinander auf den Boden legen, könnte man damit einmal das Glacis umrunden.“ Das ist eine Maßangabe, unter der sich die Teilnehmer etwas vorstellen können. Rund eineinhalb Stunden nahm der Archivleiter sich Zeit und beantwortete die Fragen, die die Sechst- bis Achtklässler gemeinsam in der Redaktion für ihn vorbereitet hatten.
Wie wird in einem Archiv gearbeitet, welche Aufgaben fallen täglich an, wie alt ist das älteste Dokument und wie wird man eigentlich Archivar? All diese Aspekte wurden angesprochen. „Zu unseren Hauptaufgaben zählt das Konservieren und Restaurieren des Materials“, sagt Lübben. „Hier werden die Unterlagen der Stadt Minden aufbewahrt, die bei der Verwaltung entstehen oder aber Dokumente, die historisch relevant sind.“
Im Gebäude in der Tonhallenstraße durften die Schüler sich auch einige alte Archivalien anschauen, darunter ein von Königin Victoria von England ausgestelltes Patent für einen Mindener Bürger oder einen Pass in arabischer Schrift, mit dem ein Mindener Kaufmann einst durch das Osmanische Reich reisen konnte.

“Ideal ist natürlich die völlig fehlerlose Zeitung” – aber leider ein unrealistisches

Leserschreiben, datiert vom 6.4.2016, eingegangen mit einem großen Paket von handschriftlich ,markierten Zeitungsausschnitten. Repro: MT

Leserschreiben, datiert vom 6.4.2016, eingegangen mit einem großen Paket von handschriftlich ,markierten Zeitungsausschnitten. Repro: MT

Minden, 26.4.2016

Sehr geehrter Herr Lesername,

haben Sie vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Bitte sehen Sie mir nach, dass in der Beantwortung ein gewisser Zeitverzug eingetreten ist.

Ich freue mich sehr, dass Sie sich so intensiv mit Ihrem Mindener Tageblatt auseinandersetzen. Einige der mir zugesandten Ausschnitte bezogen sich allerdings auch auf andere Produkte unseres Verlages wie den „Weserspucker“. Ich habe mir erlaubt, das an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Auch zur Frage der Paginierung von Anzeigen- und Kollektivseiten im MT kann ich Ihnen keine Antwort geben, da dies ebenfalls nicht in meinen Zuständigkeitsbereich fällt. Ich nehme aber an, dass unser Verlagsleiter diesbezüglich  von sich hören lassen wird.

Die das MT betreffenden Ausschnitte konnte ich in zwei Gruppen einteilen: Rechtschreib-, Flüchtigkeits- und Redigierfehler sowie die von Ihnen monierte Schreibweise der Ergebnisnennungen von Schießwettbewerben. Fangen wir mit Letzterem an:

Der Duden ist hier eindeutig (Duden-Regeln 390 und 391 zu Maß-, Mengen- und Münzbezeichnungen). Der Plural wird verwendet, wenn die entsprechenden Dinge einzeln gezählt werden, z. B. drei Gläser Wein trinken. Ist die Gesamtzahl gemeint, ist Singular zu verwenden. Wir bezahlen nicht für etwas 10 Euros oder Dollars, sondern 10 Euro oder Dollar oder Pfund. Bei Ringzahlergebnissen gilt das analog. Dass wir trotzdem die – nach dieser Sichtweise falsche, nach Ihrer Sichtweise richtige – Schreibweise der Südnienburger Schützen haben durchgehen lassen, ist dann allerdings tatsächlich ein Fehler der Redaktion gewesen.

Womit wir bei dem allgemeinen Thema „Fehler in der Zeitung“ wären. Ich darf Ihnen, sehr geehrter Herr Lesername, eindringlich versichern, dass wir uns große Mühe damit geben, die Fehlerzahl auf ein Mindestmaß zu beschränken. Ideal ist natürlich die völlig fehlerlose Zeitung – aber das wird sich mit der für ein unter hohem Termindruck tagesaktuell produziertes Objekt verbundenen Arbeitsweise wohl niemals völlig verwirklichen lassen. Hier arbeiten Menschen (wie gesagt, oft unter hohem Druck) und da passieren Fehler – übrigens aufgrund der heutigen schulischen und universitären Ausbildungsstandards in der Rechtschreibung bei jüngeren Kollegen auch häufiger als in der Regel bei den Älteren. Diesen Fehlern rücken wir

a) mit der obligatorischen computergesteuerten Rechtschreibprüfung durch den Autor,

b) dem anschließenden Vieraugenprinzip in der Redaktion,

c) einem externen Lektorat für jede fertig produzierte Seite und

d) einer Schlusskontrolle in der Medienproduktion auf sensible Bereiche wie Überschriften, Unter-, Zwischen-, Bild- und Zitatzeilen vor der endgültigen Druckfreigabe zu Leibe.

Mit diesem Qualitätssicherungs-Raster ist es uns tatsächlich gelungen, die Fehlerzahl deutlich zu reduzieren. Völlig ausmerzen aber können wir die Fehler damit nicht – das muss man realistischerweise einräumen. Glauben Sie mir: Über jeden einzelnen, der in der Zeitung steht, ärgern sich Redaktion und Verlag mindestens genauso wie diejenigen Leserinnen und Leser, die sie entdecken.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen unsere Problematik ein wenig verdeutlichen. Gern zeigen wir Ihnen einmal die Abläufe in der Redaktion, wenn Sie das interessieren sollte. Bleiben Sie uns als kritischer Leser gewogen – wir freuen uns über jeden Hinweis, wie wir unsere, wie wir finden: gute, Zeitung  besser machen können.

Herzliche Grüße aus Minden

Ihr Christoph Pepper, Chefredakteur