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MT-Stadtgespräch zur Bundestagswahl: Politik in der Mühle

Sechs Kandidaten aus dem Kreis Minden-Lübbecke (ohne Bad Oeynhausen) stellen sich am Sonntag, 24. September, zur Wahl. Wer die fünf Männer und eine Frau näher kennenlernen will, kann das unter anderem drei Wochen vorher beim MT-Gespräch tun. Das Team der Windmühle Eickhorst ist Gastgeber für den politischen Frühschoppen am Sonntag, 3. September, ab 11 Uhr, am Mühlengarten 23 in Hille.

Dann werden Henning Wandel und Monika Jäger aus der MT-Lokalredaktion mit den Kandidaten aktuelle und allgemeine politische Fragen diskutieren – von A wie Asylpolitik bis Z wie Zweitstimme. Dabei sollen auch Fragen der MT-Leser gestellt werden. Ab sofort können diese Fragen auch per E-Mail bis Freitag, 1. September, an die Adresse online@mt.de geschickt werden.

Falls mehr Einsendungen eingehen, als während der Veranstaltung thematisiert werden können, wählt die Redaktion einige aus, und die übrigen werden den Kandidaten im Anschluss zur Beantwortung gegeben. Die Fragen sollten kurz und verständlich formuliert sein und gegebenenfalls auch deutlich machen, ob sie sich an einen speziellen Kandidaten richten oder an alle.

Neu für den Bundestag tritt der Christdemokrat Dr. Oliver Vogt an. Er möchte Steffen Kampeter nachfolgen. Bei den letzten Bundestagswahlen war die CDU im Wahlkreis sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen stärkste Kraft geworden. Zum Wahlkreis 134 zählen alle Mühlenkreis-Kommunen außer Bad Oeynhausen; dieses wird Herford zugerechnet. Vogt ist 40 Jahre alt, wohnt in Espelkamp und unterrichtet am Mindener Besselgymnasium Mathematik und Physik. Auf der Landesliste steht Vogt auf Platz 42. In der Region ist er aus seiner Arbeit im CDU-Kreisvorstand, im Espelkamper Rat und auch als Fußballschiedsrichter bekannt.

Mit Achim Post möchte die SPD den Wahlkreis zurückerobern, den sie vor acht Jahren verloren hatte. Post zog 2013 in den Bundestag ein und ist Vorsitzender der einflussreichen NRW-Landesgruppe. Der 58-Jährige kommt ebenfalls aus Espelkamp. In Berlin ist er unter anderem Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur. Vorher war er unter anderem zehn Jahre SPD-Bundesgeschäftsführer. Er hat den Listenplatz fünf und gehört zu Martin Schulz’ persönlichem Wahlkampfteam.

Mit einem erfahrenen Politiker geht auch die FDP an den Start. Frank Schäffler saß bereits von 2005 bis 2013 im Bundestag und machte sich dort einen Namen als „Euro-Rebell“. Nachdem er 2009 und 2013 jeweils über die Landesliste mit den Plätzen zwölf und elf in den Bundestag eingezogen war, steht er diesmal auf Platz zehn.

Die 22-jährige Jana Sasse ist Direktkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen. Bereits seit zwei Jahren ist die Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement Vorsitzende des Stadtverbandes Porta Westfalica und sitzt als sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales. Ehrenamtlich engagiert sie sich in der Flüchtlingshilfe, ihr besonderes Augenmerk gilt politisch auch den jungen Menschen. Sie ist nicht über die Landesliste abgesichert.

26 Jahre alt ist der Kandidat der Linken, Sebastian Neumann. Auch er ist nicht über die Landesliste seiner Partei abgesichert. Er ist gelernte Altenpflegefachkraft und steht gerade nach dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg am Übergang zum Studium. Er wohnt in Lübbecke und ist Kreissprecher der Linken. Seine Themenschwerpunkte: Gesundheit, Soziales, bedingungsloses Grundeinkommen.

Für die AfD zieht Jürgen Sprick aus Petershagen in den Wahlkampf. Er kandidierte zuvor bei Landtags- und Bundestagswahlen bereits für die Partei Bibeltreuer Christen.
Mit einer Reihe von Berichten wird das MT in den kommenden Wochen die Kandidaten einzeln und in thematischen Schwerpunkten näher vorstellen.

Das Gespräch an der Mühle ist öffentlich, der Eintritt frei. Die Mühlengruppe wird Getränke verkaufen. Termin: Sonntag, 3. September, 11 Uhr.

MT-Aktion: Schnappschüsse aus dem Urlaub gesucht

Der Schnappschuss am Strand, der Besuch im Zoo oder das Gipfelselfie: Statt Urlaubspostkarten zu schicken, greifen immer mehr Menschen zum Smartphone und schicken ihren Liebsten Schnappschüsse aus der Sonne. Auch das Mindener Tageblatt bekommt hin und wieder Urlaubsmotive von Lesern zugeschickt. Diesen Sommer ruft das Mindener Tageblatt unter dem Motto „MT-Urlaubsgruß“ dazu auf, Bilder aus dem Urlaub zu senden.

Gesucht werden allerdings keine Postkarten-Motive oder Landschaftsaufnahmen, sondern Aha-Momente, witzige Selfies oder Kuriositäten, die einen ganz speziellen Einblick des jeweiligen Reiseziels geben. Das kann sowohl ein witziges Bild von der Sandburg an der Nordsee sein oder auch die köstliche Pizza im italienischen Restaurant. Wichtig: Sind Personen auf den Fotos abgebildet, müssen diese um ihr Einverständnis gebeten werden.

Die kreativsten Einsendungen werden am Ende der Sommerferien (29. August) von der Redaktion ausgewählt. In einem Online-Voting stimmen dann die Leser darüber ab, welches das beste Urlaubsbild ist. Die besten drei Fotografen belohnt das MT mit einer Ausgabe des im Herbst erscheinenden Buches „Weser von oben“. Außerdem wird das Foto (wenn mehrere geschickt werden, suchen wir eins aus) in einer Fotostrecke auf MT.de gezeigt und hat die Chance, als Foto des Tages in der Zeitung abgedruckt zu werden.

>>> Die Fotostrecke zur Aktion gibt es hier

Und so geht‘s: Schicken Sie uns eine E-Mail mit ihrem Urlaubsgruß mit dem Betreff „MT-Urlaubsgruß“ an leserfotos@mt.de. Bitte schreiben Sie dazu, was auf dem Bild zu sehen ist, und vor allem, wo das Foto entstanden ist. Auch der Name des Fotografen muss enthalten sein. Für die Verlosung brauchen wir außerdem Ihren Namen und Ihre Adresse sowie eine Telefonnummer. Diese Daten werden selbstverständlich nicht veröffentlicht.

Hinweis an alle Teilnehmer: Um alle Einsendungen gleichberechtigt zu behandeln, haben wir uns entschlossen jeweils nur ein Foto pro Teilnehmer in die Fotostrecke aufzunehmen. Sollten mehr Fotos geschickt werden, suchen wir eins aus.

Berechtigter Ärger über Rechtschreibfehler in der Zeitung – und was diese dagegen tut

Leserzuschrift vom 10. Mai 2017 an die Chefredaktion. Repro: MT

Sehr geehrter Herr Lesername,

haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben. Für die kleine Verzögerung in der Beantwortung bitte ich um Nachsicht, ich war in den vergangenen Tagen häufiger dienstlich unterwegs.

Ihren Ärger über Rechtschreibfehler in der Zeitung kann ich nicht nur nachvollziehen, ich teile ihn sogar. Schließlich ist unser Anspruch, “täglich eine gute Zeitung” machen zu wollen. Und dazu gehören zweifellos korrekte Orthografie und Grammatik.

Wir widmen diesem Thema – entgegen immer wieder geäußerten Vermutungen – durchaus große Aufmerksamkeit und haben gleich eine ganze Reihe von Maßnahmen zur entsprechenden Qualitätssicherung installiert. Das beginnt damit, dass jeder Text nach seiner Fertigstellung vom Autor mittels einer automatischen Rechtschreibprüfung unseres Redaktionssystems kontrolliert wird. Auch werden Texte in der Regel nach dem Vier-Augen-Prinzip auch noch einmal von einem menschlichen Kollegen gegengelesen.

Nach Produktion der Fertigseiten durch Zusammenbau der einzelnen Artikel gibt es eine Detailprüfung der Überschriften, Unterzeilen, Bildunterzeilen und Sondertextformen durch den Produktioner. Alle fertigen Seiten werden von externen Korrektoren nachts noch einmal auf Fehler durchgesehen, die sie auch korrigieren, wenn sie welche finden.  Schließlich gibt es auch in der abschließenden Medienproduktion noch einmal einen kritischen Blick, bevor die Seiten zum Belichten ins Druckhaus geschickt werden. Sie sehen, wir investieren durchaus Zeit. Und auch Geld.

Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass beim Anlegen von Texten Fehler gemacht werden – und aus diversen Gründen kommt das am Computerbildschirm übrigens auch häufiger vor als beim Beschreiben von Papier. Alle Bemühungen, solche Fehler aufzuspüren und zu beseitigen, sind natürlich auch wieder mit der Möglichkeit von Fehlern behaftet. Zwar können wir viele “abfischen”, immer wieder aber rutschen welche durchs Netz. Die Verbindung unserer inzwischen komplett digitalisierten Produktionsweise mit dem hohen Zeitdruck, unter dem eine Zeitungsproduktion – die heute auch rund um die Uhr weitere Medienkanäle wie Homepage, Social Media, Newsapps oder DigitalSignage-Monitore mit Inhalten versorgen muss – zwangsläufig steht, tut ein Übriges.

All dies soll die Sie zu Recht so ärgernden Fehler nicht entschuldigen, ich möchte mit diesen Zeilen nur ein wenig zur Erklärung beitragen. Und noch einmal betonen, dass wir das uns Mögliche tun, die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten. Bei mehr als 14.000 Zeitungsseiten pro Jahr – von all den vielen Sonderprodukten, Magazinen, Extraausgaben sowie all unseren digitalen Kanälen einmal abgesehen – ist die Chance, dass etwas schiefgeht, natürlich auch deutlich höher als bei einem wesentlich geringeren Umfang, wie er früher üblich war. Trotzdem nehmen wir den Kampf gegen dieses Übel täglich aufs Neue auf. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich zumindest für dieses Bemühen Ihr Verständnis fände.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Pepper, Chefredakteur (17.5.2017)

Steine des Anstoßes. Repro: MT

 

“Für welche Partei machen Sie kostenlose Wahlwerbung?”

Macht das MT einseitige Wahlwerbung? Steine des Anstoßes: Unscharfe Kandidaten und eine Ampelkreuzung. Repro: MT

Von: Lesername [Mailadresse]
Gesendet: Dienstag, 9. Mai 2017 14:50
An: Redaktion Lokales
Betreff: Harmonie am Wackeltisch – Reicht die Grünphase aus? 6.5.17

Liebe Redaktion

Für welche Partei machen Sie kostenlosen Wahlkampf? Wenn Sie schon über eine Veranstaltung mit allen Landtagskandidaten mit Foto berichten, erwarte ich, dass Sie entweder alle oder keinen scharf abbilden, und nicht nur Frau Korte und Herrn Röckemann. Auch erwarte ich von einem journalistischem Medium, dass Behauptungen und reflexartige Erwiderungen (Personalentwicklung Polizei) auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden.

Meine Frage hat sich dann auf der nächsten Seite beantwortet: Auf einem redaktionellem Foto ist mittig und in aller Deutlichkeit ein Wahlkampfplakat der CDU abgebildet.

Freundliche Grüße

Lesername, Minden

ANTWORT DER CHEFREDAKTION

Von: Christoph Pepper [christoph.pepper@mt.de]
Gesendet: Dienstag, 9. Mai 2017 18:44
An: Lesername
AW: Harmonie am Wackeltisch – Reicht die Grünphase aus? 6.5.17

Sehr geehrter Herr Lesername,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Es hat Tradition, der Redaktion des Mindener Tageblatts politische Einseitigkeit zu unterstellen – vor allem in Zeiten, in denen wir über Wahlkämpfe zu berichten haben. Belege lassen sich immer finden, wenn man welche sucht. Und so wird uns regelmäßig vorgehalten, dass wir diese oder jene Partei unterstützen. Interessanterweise verteilen sich diese Verortungen so ziemlich auf das gesamte Parteienspektrum, je nachdem, mit welcher persönlichen „Brille“ der Betrachter die Zeitung liest und worauf er achtet. In der Kommunikationswissenschaft kennt man das Phänomen der „subjektiven Wahrnehmung“. Ein Phänomen, dass übrigens nicht nur in der Beurteilung unserer vermeintlichen politischen Vorlieben vorkommt, sondern auch in zahlreichen anderen Themenfeldern, über die eine Lokalzeitung so berichtet – vom Schulwesen über das Vereinsleben bis zum Sport.

Ich will durchaus nicht ausschließen, dass für solcherlei Wahrnehmung kein Anlass in der Zeitung geboten würde. Wie gesagt: Wer uns Absicht unterstellen will, wird dafür immer Belege finden. Was ich allerdings ausschließen kann ist, dass die Redaktion dabei einem (partei)politischen Programm folgt. Unsere Zeitung ist unabhängig und überparteilich. Diesen Anspruch nehmen wir ernst. Um Ihre Frage dann auch eindeutig zu beantworten: Wir machen für gar keine Partei kostenlosen Wahlkampf. Wir geben uns große Mühe damit, unseren journalistischen Anspruch in eine täglich möglichst gute Zeitung umzusetzen. Wie weit uns das gelingt – das zu beurteilen müssen wir selbstverständlich unseren Leserinnen und Lesern überlassen.

Mit freundlichen Grüßen

MINDENER TAGEBLATT / MT.de

Christoph Pepper, Chefredakteur

Zu Gast bei Mikro Minden

Zeit für ein Selfie: Mikro-Minden-Redakteur Axel Niermann (von links) hatte die MT-Onlineredakteure Jan Henning Rogge und Nina Könemann zu Gast im Bürgerfunk-Studio.

Onlineredakteure in ungewohnter Rolle: Nina Könemann und Jan Henning Rogge sind es gewohnt, mit dem Mikrofon in der Hand Fragen zu stellen – nun mussten sie Antworten geben. Für seine Musiksendung “Alles Neu” zum Backwettbewerb “Cake my Day” interviewte Mikro-Minden-Redakteur Axel Niermann sie am Freitagnachmittag. Beide gehören zum Organisationsteam des Wettbewerbes, der am 12. März im Mindener BÜZ stattfindet.

Besonders interessierte den Radiomacher, wie man auf die Idee kommt, einen Backwettbewerb zu veranstalten (wegen der persönlichen Begeisterung für Kuchen), für welchen guten Zweck die Spenden der Besucher dieses Mal gedacht sind (für den Förderverein der Stadtbibliothek, der damit bei Kindern die Begeisterung für Bücher wecken möchte) und ob er mit seiner Lieblingstorte – einer Bananen-Götterspeisentorte mit Sahne – einen erfolgreichen Platz in der Kategorie “schmeckt wie bei Oma” erringen könnte (leider nein: Da in dieser Kategorie nur durchgebackene Kuchen zugelassen sind, ist Sahne nicht zugelassen).

Die Musiksendung mit Schwerpunkt auf neu erschienene Musik wird am 6. März von 20 bis 21 Uhr ausgestrahlt.

Der Backwettbewerb findet am 12. März im Mindener BÜZ statt. Ab 14.30 Uhr werden die Türen für die Besucher geöffnet, ab etwa 15.30 Uhr werden die Gewinner bekannt gegeben, dann können die Kuchen gegen Spenden probiert werden.

Wer mitmachen möchte findet alle Informationen unter cakemyday.info. Anmeldeschluss ist der 1. März 2017.

jhr