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Bürgerpreis der Zeitungen geht an “Puls Of Europe”-Initiatoren

Darüber freut man sich auch beim Mindener Ableger der bundesweit aktiven Europafreunde: Der zum achten Mal ausgeschriebene Bürgerpreis der deutschen Zeitungen geht an die Gründer der Initiative „Pulse of Europe“, Daniel und Sabine Röder. Das hat die Chefredakteursjury am 18. September 2017 beim Zeitungskongress des BDZV in Stuttgart entschieden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Jury würdigte mit der Auszeichnung das Engagement der beiden Juristen für die europäische Idee. Aus einer kleinen Frankfurter Bewegung sei durch den großem persönlichen Einsatz des Ehepaares eine starke internationale Bewegung geworden. Die feierliche Preisverleihung findet am 14. März 2018 in Berlin statt.

Das Logo des vom Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) vergebenen “Bürgerpreises der Zeitungen”. Repro: MT

Der BDZV hat erstmals 2010 den Preis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgeschrieben. Gewürdigt als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres“ werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Vorschläge für den Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen können ausschließlich durch die Zeitungen eingereicht werden. Die Jury besteht aus allen Chefredakteuren der BDZV-Mitgliedsverlage. Die Würdigung von Daniel und Sabine Röder geht auf einen Vorschlag von „Frankfurter Neue Presse“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ zurück.

Zuletzt als „Bürger des Jahres“ ausgezeichnet wurde 2016 der Autor und Essayist Navid Kermani wegen seines Engagements für Toleranz und eine zivile Gesellschaft auf Vorschlag von „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Kölnische Rundschau“, Bonner „General-Anzeiger“, „Express“ (Köln) sowie der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf). Zuvor ging die Würdigung an: Elisabeth Ehninger (nominiert von den „Dresdner Neuesten Nachrichten“), Rupert Neudeck (nominiert vom „Kölner-Stadt-Anzeiger“), Gaby Wentland (nominiert vom „Hamburger Abendblatt“), Nora Weisbrod (nominiert von der „Allgemeinen Zeitung“, Mainz, und dem „Wiesbadener Kurier“), das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer (nominiert von der „Ostsee-Zeitung“, Rostock) sowie als ersten Preisträger 2010 an Thomas Beckmann (nominiert von der „Rheinischen Post“, Düsseldorf).

MT-Magazin “Schulstart” bewahrt die Erinnerung an einen ganz besonderen Tag im Leben

Das Magazin “Schulstart 2017” gibt es sowohl in gedruckter als auch in digitaler Ausführung – letzteres gleich mehrfach. Repro: MT

Seit drei Wochen drücken die neuen Erstklässler im Mindener Land nun schon die Schulbank und haben Zeit gehabt, sich an den neuen Lebensabschnitt zu gewöhnen. Heute veröffentlicht  das Mindener Tageblatt ihre Klassenfotos im gedruckten MT, außerdem als digitales Magazin in der ePaper-App sowie als auch mobil nutzbares eMag auf der Website. Das Magazin “Schulstart 2017” zeigt auf 40 Seiten Freude, Stolz und Neugier.  Für Kinder, Eltern, Verwandte, Nachbarn und Freunde bewahrt es die Erinnerung an einen ganz besonderen Tag im Leben auf.

Wenn der Hörfunk über die Zeitung im Internet berichtet: Deutschlandfunk portraitiert MT

Auch in der Mediathek des Deutschlandfunks lässt sich der Beitrag über das MT in den kommenden Monaten noch finden und abhören – einfach Stichwort “Mindener Tageblatt” in die Suchmaske eingeben. Repro: MT

Besuch vom Hörfunk: Deutschlandfunk-Reporter Michael Borgers stattete kürzlich dem Mindener Tageblatt einen Besuch ab, um sich mit eigenen Augenen und Ohren (bzw. Mikrofon und Aufzeichnungsgerät) davon zu überzeugen, warum die ostwestfälische Heimatzeitung immer mal wieder in den Fokus von Branchenmedien gerät. Wie zuletzt für einen Artikel der Fachzeitschrift “Werben & Verkaufen”, die erfolgreiche Verlagsaktivitäten des MT von Mediareisen bis Mediabox vorstellte und damit eine Serie mit dem Titel “Voller Ideen” über Zeitungsverlage im Mittelstand  eröffnete.

Borgers ließ sich von Chefredakteur Christoph Pepper in der Redaktion herumführen, sprach mit ihm über die Zusammenarbeit mit dem Verlag und interviewte auch Verlagsleiter Carsten Lohmann. Daraus produzierte er für das DLF-Medienmagazin “@Medias Res” den Beitrag “Digitale Ideen für den Lokaljournalismus”. Herausgekommen ist ein kleines Portrait, das das MT als positives Beispiel für Lokalzeitungsverlage angesichts der Herausforderungen des digitalen Wandels zeigt.

Da auch der Hörfunk heutzutage – wie die Zeitungen – selbstverständlich crossmedial arbeitet, findet sich eine verschriftlichte Kompaktfassung des Bietragsg online im DLF-Angebot. Hier kann man über den Klick auf den Podcast-Button auch die Sendung im Original anhören, sofern das benutzte Gerät über einen Audioausgang bzw. Lautsprecher verfügt:

http://www.deutschlandfunk.de/mindener-tageblatt-digitale-ideen-fuer-den-lokaljournalismus.2907.de.html?dram:article_id=395611

“Demokratischer Volkssport”: Wahl-O-Mat wird auch bei MT.de intensiv genutzt

Die Wahl-O-Mat-Startseite auf MT.de. Das Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung wird auch beim Medienpartner MT sehr gut genutzt. Repro: MT

Seit rund zwei Wochen ist er online, “der meistgenutzte Abstimmungsratgeber der Welt´” (Die Zeit) und es bestätigt sich, was Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, schon zum Start im Deutschlandfunk gesagt hat: “Der Wahl-O-Mat ist demokratischer Volkssport”. Schon mehr als zehn Millionen Mal wurde er bundesweit seither in Anspruch genommen. Auch beim Medienpartner Mindener Tageblatt verzeichnet man reges Interesse: Hier wurden in der Zeit vom 30. August bis 14. September annähernd 50.000 Seitenabrufe registriert.

32 der 33 zur Wahl antretenden Parteien haben sich am Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 beteiligt und Positionierungen zu den von einer jungen Wähler-Redaktion formulierten 38 Thesen abgegeben.Ob sie diesen jeweiligen Parteipositionen zustimmen, sie ablehnen oder ihnen gegenüber neutral sind, können seit dem 30.August auch alle Nutzerinnen und Nutzer von MT.de herausfinden und auf diese Art feststellen, welche Parteiprogrammatik am weitesten (oder entferntesten) zu ihren persönlichen Einstellungen passt. .

“Der Wahl-O-Mat zeigt die Unterschiede zwischen den Parteien und regt mit seiner spielerischen Herangehensweise vor allem junge Menschen dazu an, sich mit politischen Themen und der anstehenden Wahl auseinanderzusetzen”, so bpb-Präsident Thomas Krüger. Und er wirke: “Zwei Drittel der Nutzer werden über ihr Ergebnis mit Freunden oder der Familie sprechen. Über die Hälfte der Nutzer wird durch den Wahl-O-Mat zu weiterer Information über Politik motiviert. Etwa fünf Prozent der Nutzer werden durch den Wahl-O-Mat motiviert, zur Wahl zu gehen, obwohl sie das ursprünglich nicht vorhatten”, so Krüger unter Verweis auf regelmäßig erhobene Nutzerumfragen der Universität Düsseldorf weiter.

Seit 2002 ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung im Einsatz, um besonders junge Wähler zu informieren und zu mobilisieren. Von Anfang an war auch das Online-Angebot des Mindener Tageblatts dabei und hat jeweils einen direkten Zugang über seine Seiten ermöglicht. Inzwischen hat sich das Tool als feste Größe für politische Information im Vorfeld von Wahlen etabliert. Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2013 wurde mehr als 13,3 Millionen Mal genutzt. Insgesamt wurde er seit 2002 vor Bundestags-, Europa- und Landtagswahlen schon über 60 Millionen Mal zu Rate gezogen.

Über Postkarten, Bierdeckel, Kinospots und auf Plakatwänden wird der Wahl-O-Mat sowie weitere Angebote der bpb zur Bundestagswahl 2017 übrigens such aktuell unter dem Slogan “Du hast die Wahl” schwerpunktmäßig in 32 ausgewählten „Niedrigwahlgebieten“ beworben. Dafür wurden in den 13 Flächenländern je zwei Niedrigwahlbereiche identifiziert – einer in einer eher ländlichen Region und ein Großstadtbezirk. Auch in den drei Stadtstaaten sind Aktivitäten in je zwei Gebieten vorgesehen.

Ein analoger “Wahl-O-Mat zum Aufkleben” ist momentan zusätzlich in Kooperation mit 11 Landeszentralen für politische Bildung in vielen Teilen der Bundesrepublik unterwegs und auf Marktplätzen, in Schulen oder Einkaufszentren präsent. Alle Stationen unter: www.wahl-o-mat.de/tour.

Der Wahl-O-Mat ist online unter mindenertageblatt.de/wahlomat/ abrufbar.

MT-Stadtgespräch führt hinter die Kulissen der Siegfried-Produktion im Stadttheater

Unter dem Drachenkostüm verbergen sich Produktionsassistentin Simone Rau und Schüler des Rats-Gymnasiums, hier mit Monika Jäger.

Minden (hel). Stadtgespräch im Stadttheater. Die beiden MT-Redakteurinnen Monika Jäger (Lokales) und Ulla Koch (Kultur) hatten einige der Protagonisten der Siegfried-Inszenierung eingeladen, um rund einhundert interessierten Gästen einen Einblick in die aktuelle Produktion zu gewähren.
In seiner gewohnt launigen Art berichtet Frank Beermann aus der Sicht des Dirigenten. Nicht der Taktstock sei sein wichtigstes Instrument, sondern sein Hirn. Der Taktstock sei fordernd und wirke oft hemmend. Chorleiter verzichteten deshalb ganz auf ihn. Das Partiturstudium ist laut Beermann das Entscheidende.
Er gibt Auskunft, dass man die Schlagtechnik zwar relativ schnell erlernen könne: „Der Erste geht runter, der Letzte geht rauf.“ Worauf es aber wirklich ankommt, Ausstrahlung und Körpersprache, sei nur in der tatsächlichen Praxis zu erlernen.
Darüber hinaus sei der Dirigent Koordinator, Moderator und Motivator. Ein Klatschexperiment mit dem Publikum belegt, dass Koordination ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Dirigenten ist.
Nicht ganz einfach sei die Arbeit auf der Mindener Opernbühne auch deshalb, da die Sänger in Beermanns Rücken agierten und er nur über Kamera und Bildschirm mit ihnen kommunizieren könne. Durch den hohen Schalldruck des Orchesters könne er die nach vorne agierenden Sänger zudem nur schwer hören. Dann lässt Beermann den Gazevorhang hochfahren und erläutert die Besonderheiten des Mindener Modells, mit dem auf der Bühne platzierten Orchester und der Anordnung in Form eines Atriums.
Renatus Mészár, der Mindener Wotan, der Mitglied im Ensemble des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe ist, lobt die angenehme Atmosphäre in Minden: „Man arbeitet konzentriert und hat das Gefühl, im Urlaub zu sein.“ Wagner ist sein Lieblingskomponist, eine Lieblingsoper oder eine favorisierte Partie hat er jedoch nicht, er schätzt sie alle. Während des Studiums der Kirchenmusik hat er seine Liebe zum Gesang entdeckt und das Fach gewechselt.
Die Produktionsassistentin Simone Rau führte zu den Klängen des Siegfried-Idylls einige Kunststücke und Zaubertricks vor und sorgte damit für viel Kurzweil. In der Inszenierung schlüpft sie in verschiedene Kostüme, spielt den Bären und den Kopf des Drachens. Gemeinsam mit Peter aus dem Publikum klärt sie die Männer im Auditorium auf, wie Frauen ticken und inszeniert eine „Symphonie des Staunens“: „ Oh, ah, wow, magic!“
Schließlich betritt auch Jutta Hering-Winckler die Bühne. Sie ist als Vorsitzende des Mindener Wagner Verbandes Herz und Seele der Wagner-Produktionen, die bereits vor 15 Jahren mit dem „Fliegenden Holländer“ begannen. Sie dankt den Redakteurinnen für das begleitende Engagement des Mindener Tageblatts und erläutert darüber hinaus, warum ihr die Beteiligung von Schülern und Schulvorstellungen wichtig sind.
Am Ende wirft sie einen Blick in die Zukunft: Für die Aufführung des gesamten Rings als Zyklus im Jahr 2019 liegen bereits Kartenbestellungen aus London und Australien vor.
Die Darstellung des Drachens durch Schüler des Ratsgymnasiums rundet unterhaltsame neunzig Minuten ab, die viele interessante Einblicke in die Arbeit vor, hinter und auf der Opernbühne zu geben vermochte.

 

Wagner in Minden

Seit 2002 bringt der Richard Wagner Verband Minden gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und dem Mindener Stadttheater Werke des Komponisten auf die Bühne des Mindener Stadttheaters. 2002 war es „Der fliegende
Holländer“, 2005 „Tannhäuser“, 2009 „Lohengrin“ und 2012 „Tristan und Isolde“.

Seit Herbst 2015 wird die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ inszeniert. In diesem Jahr ist „Siegfried“ an der Reihe, 2018 „Götterdämmerung.“ Für das Jahr darauf ist die Aufführung des gesamten „Rings“ geplant.

 

Von Christian Helming, freier Mitarbeiter im Ressort Kultur