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Aktionskomitee Weißstörche zieht Bilanz – MT-Redakteur Oliver Plöger moderiert

Blicken auf 30 Jahre des Aktionskomitees „Rettet die Weißstörche“ zurück: Lothar Meckling, Gerhard Franke, Jutta Niemann, Alfons Bense und Lothar Ibrügger (v.l.). Rechts Moderator Oliver Plöger. Foto: Stefan Koch

Den Störchen geht es gut im Kreis Minden-Lübbecke – die Lage vieler Mitgeschöpfe, vor allem die der Insekten, ist dramatisch: Diese Botschaft ging aus vielen Redebeiträgen der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Aktionskomitees „Rettet die Weißstörche“ hervor. Am vergangenen Freitag zog der Verein Bilanz seiner Arbeit im Sitzungssaal des Kreishauses. Dabei wurde deutlich, dass der Schutz der Großvögel gelingen konnte, weil alle mitmachten.

Unter Moderation von MT-Redakteur Oliver Plöger zogen wichtige Wegbereiter und Aktivisten des Aktionskomitees in einer Talkrunde Bilanz. Dr. Alfons Bense, Vorsitzender des Vereins, erläuterte die Anfänge, als es gerade noch drei Brutpaare im Kreisgebiet gab. Damals habe er geglaubt, dass Störche in Minden-Lübbecke bald ausgestorben seien. Heute staune er selbst über die große Zahl – „aber es ist noch Luft nach oben“. Im Westen des Kreises ließen sich noch Störche ansiedeln.

Den vollständigen MT-Bericht “Der Storch macht wenig Sorgen. Das Aktionskomitee ‘Rettet die Weißstörche’ feierte sein 30-jähriges Bestehen” findet man hier (Plus-Inhalt).

Mit spitzer Feder durch die Politik des Jahres 2017: Das neue Tomicek-Jahrbuch ist da

Das neue Jahrbuch des MT-Karikaturisten Tomicek ist fertig. Foto: Christoph Pepper

Zweifelsfrei wiedererkennbarer Strich – und immer auf den Punkt: Seit vielen Jahren veröffentlicht das Mindener Tageblatt die politischen Karikaturen von  Jürgen Tomicek; seit 2014 begegnen sie dem Leser täglich auf der zweiten Seite des überregionalen Zeitungsteils. Auch viele andere Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlichen seine bissigen Zeichnungen. Zum Ende des Jahres fasst der Werler Zeichenkünstler seine ganz persönliche Sicht auf die Entwicklungen der zurückliegenden Monate jeweils zu Jahrbüchern zusammen. So zieht er für 2017 bereits jetzt mit seinem Band “Die besten Tomicek-Karikaturen 2017” Bilanz – das Ende der Jamaika-Koalition noch vor ihrem Zustandekommen konnte da leider nicht mehr berücksichtigt werden. Aber auch so bleibt von Trump bis eben dem Auftakt der Sondierungsverhandlungen genügend mit spitzer Feder aufgespießtes Zeitgeschehen für eine zumindest zeichnerisch vergnügliche Rückschau. Das Buch – 96 Seiten, Hardcover, vollfarbig, 21×21, 14,80 Euro – ist im Buchhandel unter der ISBN-Nummer 978-3-945679-05-5 erhältlich, kann aber auch auf dem Webshop des Künstlers www.tomicek-shop.de direkt bezogen werden. Auf Wunsch übrigens handsigniert.

Erneut sieben „Awards of Excellence“ für das MT beim Europäischen Zeitungswettbewerb

Ausgezeichnete MT-Seiten. Repro: MT

Ein weiterer schöner Erfolg für die MT-Redaktion und ihre Mediengestalter: Das Mindener Tageblatt ist auch beim 19. Europäischen Zeitungswettbewerb „European Newspaper Award“ wieder mit mehreren „Awards of Excellence“ ausgezeichnet worden. Eine 16-köpfige Jury aus neun europäischen Ländern sichtete dazu Wettbewerbsbeiträge von 185 Zeitungen aus 27 Ländern, 30 Zeitungen – darunter ebenfalls das MT – reichten zudem Online-Projekte zur Begutachtung ein.

Heute mittag wurden die Ergebnisse des vom Düsseldorfer Zeitungsdesigner Norbert Küpper seit 1998 jährlich veranstalteten Wettbewerbs veröffentlicht und die Gewinner benachrichtigt. Die Hauptpreise „European Newspaper of the Year“ gingen in diesem Jahr an das Luxemburger „Tageblatt“ (Lokalzeitung), die niederländische Zeitung „De Limburger“ (Regionalzeitung), das Düsseldorfer „Handelsblatt“ (überregionale Zeitung) sowie das norwegische „Morgenbladet“ (Wochenzeitung). Daneben wurden in insgesamt 19 unterschiedlichen Kategorien von „Cover & Cover Story“ bis „Social Media“ zahlreiche „Awards of Excellence“ für besonders gelungene Wettbewerbsbeiträge verliehen. Das Mindener Tageblatt, schon im Vorjahr mit sieben solcher Anerkennungen bedacht, erhielt in diesem Jahr in insgesamt fünf Kategorien erneut sieben Auszeichnungen und war damit einmal mehr erfolgreichste deutsche Zeitung in seiner Größenordnung.

Ausgezeichnete MT-Seiten. Repro: MT

Gleich zwei Awards gab es in der Kategorie „Cover & Cover Story“ in der Gruppe der Lokalzeitungen, wo das MT als einzige deutsche Zeitung neben zwei polnischen, einer russischen, einer norwegischen und einer portugiesischen Zeitung punktete. Zum einen beeindruckten die Jury Titelseite und Sonderteil vom 18. August 2017 zur Wiedereröffnung der Schachtschleuse. Zum anderen gefielen die illustrativ gestaltete Titelseite sowie die mit  aufwändigen Infografiken versehene Panoramaseite am 23. September 2017, dem Vortag der Bundeswahl.

Ebenfalls gleich zwei Auszeichnungen erhielt die MT-Redaktion in der Rubrik „Visual Storytelling“. Die Doppelseite „Wie die Reformation nach Minden kam“ der Lokalredaktion vom 19. November 2016 war der Jury ebenso einen Award wert wie die Doppelseite „Alles bleibt anders“ der Nachrichtenredaktion über den Einzug der Trump-Familie ins Weiße Haus (20. Januar 2017).

Eine Seite 3 der Lokalredaktion zum Thema „Wildunfälle“ trug dem MT eine weitere Heraushebung in der Kategorie „Infographics“ ein. Schließlich überzeugte die Sonderausgabe des „MT für Alle“ vom 28. März 2017 zum Thema „Kauf Lokal“ in der Kategorie „Concept/Innovation Print“.

Auch ein Projekt der Digitalredaktion wurde mit einem Award of Excellence ausgezeichnet. In der Kategorie „Social Media“ ist das MT neben der Axel-Springer-Akademie der einzige Preisträger. Heraushebenswert fand die Jury hier die Idee der Redaktion, ihren Instagram-Auftritt im Rahmen des sogenannten „Throwback Thursday“ (ungefähr: Donnerstags-Rückblick) mit historischen Fotos aus dem Verbreitungsgebiet zu bespielen.

Die Hauptpreise ebenso wie die „Awards of Excellence“ werden traditionell auf dem jährlichen „European Newspaper Congress“ in Wien überreicht. Dieser findet 2018 vom 13. bis 15. Mai statt.

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Trends im Überblick

 Der seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten jährlich veranstaltete Wettbewerb erlaubt aufgrund der großen Beteiligung einen guten Überblick über die Trends in der europäischen Zeitungslandschaft. In der Pressemitteilung der Wettbewerbsorganisation werden diese für 2017 folgendermaßen beschrieben:

Große Zahl von Einreichungen in Print und Online. Auch beim 19. European Newspaper Award haben sich Zeitungen aus den meisten europäischen Ländern beteiligt. Es gibt keinen Rückgang bei der Anzahl der eingereichten Arbeiten und die hohe Qualität beeindruckte die Jury.

Haupttrend: Schrittweise Weiterentwicklung im Print-Bereich. Zeitungen haben sehr viele Abonnenten, die nicht unbedingt jeder Neuerung aufgeschlossen gegenüber stehen. Darum gibt es hier auch eher schrittweise Weiterentwickungen und nicht sprunghafte Veränderungen. Der generelle Trend ist weg von geschlossenen Texten hin zu alternativen Storyformen und visual Storytelling. Große Themen werden von vielen Zeitungen auf Doppelseiten angelegt und mit Landkarten, Infografiken und Schaubildern präsentiert.

120 Online-Projekte von 30 Zeitungen. Die Qualität der Online-Einreichungen ist gestiegen. Der Jury wurden rund 120 Projekte von 30 Zeitungen aus ganz Europa vorgelegt

Online-Trend: Bewegtbild und „Snow-Fall“-Projekte. Es wurden 6 Bewegtbild-Projekte und 14 Multimedia-Stories ausgezeichnet. Dabei ging es zum Beispiel darum, Menschen aus der Region zu portraitieren – Main Post, Würzburg – oder mit animierten Infografiken das Wahlsystem der USA zu erläutern. Besonders beeindruckend war eine Reportage von Politiken, Dänemark, über die Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer.

Social Media. Zeitungen sind natürlich auch im Bereich Social-Media aktiv. Darum gibt es dafür eine eigene Kategorie. Eine Auszeichnung ging unter anderem an die Axel-Springer-Akademie für das Snapchat-Projekt „Sachor jetzt“. Es wurde von 16 Volontären der Akademie entwickelt.

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Magazin-Anmutung. Ein Trend, der besonders aus Nordeuropa kommt, ist die magazinähnliche Gestaltung der Zeitung. Das Tageblatt, Luxemburg, hat sich in den letzten Jahren in diese Richtung weiter entwickelt. Coverstories, die im Innern weiter fortgesetzt werden und alternative Storyformen gehören zum täglichen Repertoire dieser Tageszeitung, die in diesem Jahr einen der vier Hauptpreise gewonnen hat.

Cover- und Coverstory. Der Trend zu Cover- und Coverstory hat sich bei Europas Zeitungen weiter verstärkt. Lokal- und Regionalzeitungen in Skandinavien, aber auch in Belgien und den Niederlanden präsentieren ein Thema des Tages groß auf der Titelseite und führen es dann auf zwei bis fünf Seiten im Innern fort.

Weitere Informationen zum 19. Europäischen Zeitungswettbewerb sowie eine vollständige Liste der Gewinner gibt es auf der Website des Wettbewerbs

Von Christoph Pepper, Chefredakteur