Zu einem Expertengespräch konnte ich die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in Minden begrüßen. Hierbei stellten regionale Erzeuger und Verarbeiter (z. B.: die Edeka Tochter Bauerngut) anhand der Wertschöpfungskette beim Fleisch ihre Maßnahmen für Sicherheit und Qualität dar. Insbesondere für den Bereich der Markenprodukte wird hier einiges – auch über die gesetzlichen Auflagen hinaus – geleistet.
Bundesministerin Aigner ihrerseits erläuterte den Nationalen Aktionsplan, den sie mit den für die Lebensmittelkontrolle zuständigen Ländern entwickelt hat. Dabei wurde mir noch einmal deutlich, dass vor allem die örtlichen Ämter und die Landesbehörden ihren Job machen müssen – obgleich die politische Verantwortung gern auch auf den Bund abgeschoben wird.

Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das Angebot- und Konsumverhalten bei Bio-Produkten. Den Schwerpunkt werden weiterhin die konventionell produzierten Lebensmittel bilden. Aber auch für Bio-Produkte sollten stabile Rahmenbedingungen für die Verbraucher vertrauensbildend wirken. Denn, dass auch hier einiges im Argen liegt, das haben die Kontrolllücken bei Bio-Eiern gezeigt – und damit, dass es auch in diesem Segment erhebliche kriminelle Energie gibt.
Leider ist eines sicher: so engmaschig die Kontrollen und so sorgfälltig die Erzeuger und Verarbeiter auch sind – es wird keine 100prozentige Sicherheit gegen kriminelle Aktivitäten in diesem Bereich geben.
Ihr
Steffen Kampeter